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Vielversprechende grenzüberschreitende Projekte für die Großregion

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Veröffentlicht am Donnerstag, den 09. März 2017

Von der Trinkwassersicherheit bis zur Mensch-Roboter-Interaktion: Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird 1,6 Millionen Euro für vier innovative Forschungsprojekte bereitstellen, an denen die Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation der Universität Luxemburg beteiligt ist. Ziel dieser Programme, die in Kooperation mit mehreren Universitäten durchgeführt werden, ist es, den Umweltschutz in der Großregion zu verbessern und ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität zu stärken.

Die Projekte werden vom Interreg-Programm VA Großregion 2014-2020 finanziert, das bi- und multilaterale Kooperationsinitiativen unterstützt, die in die Kategorien „Beschäftigung / Gebietsentwicklung / Wirtschaft“ fallen. Zusätzlich fördern diese Projekte die grenzüberschreitende Kooperation zwischen führenden Akteuren in der Region.

Verunreinigungen in unserem Trinkwasser reduzieren

Immer mehr Mikroschadstoffe wie Medikamente und Pestizide werden im Abwasser der kommunalen Kläranlagen gefunden. Diese sind schwer abbaubar und gelangen sogar ins Trinkwasser. Ziel des Projekts EmiSûre ist, die Abgabe dieser Mikroschadstoffe in die Gewässer des deutsch-luxemburgischen Grenzgebiets zu reduzieren. „Wir werden ressourcenschonende, energieeffiziente und saubere Technologien in Schilfzonen und Bodenfiltern testen, unterschiedliche Szenarien ausarbeiten und einen Masterplan für die Großregion entwickeln“, erläutert Joachim Hansen, Associate Professor für Urban Water Management an der Universität Luxemburg.

 

Verschwendung bei erneuerbaren Energien vermeiden

Weil der Anteil erneuerbarer Energien stetig zunimmt, kommt es immer häufiger zu der Situation, dass mehr Energie erzeugt wird als in den Verteilernetzen aufgenommen werden kann. Die Energieversorger müssen diese Energieüberschüsse angemessen bewältigen, um die Verwendung regenerativer Energien zu maximieren. Das Projekt Pth4GR²ID,die Abkürzung steht für „Power to Heat for the Greater Region's Renewables Integration and Development“, wird erforschen, wie Wärmepumpen als Speicherlösung für Energie verwendet werden können, um die Stromerzeugung der Nachfrage anzupassen. Frank Scholzen, Associate Professor of Engineering an der Universität Luxemburg, kommentiert: „Unsere größte Herausforderung wird darin bestehen, eine technische, ökonomische und ökologische Lösung zu finden, um den lokalen Überschuss an erneuerbar produziertem Strom aus dem Saar- und Rheinland auf benachbarte Gebiete zu übertragen.“

 

Eine Software für den Logistik-Support

Das Projekt PowerReg wird Prozeduren für den Transport und die Lagerung von Granulat, das für Fertigungsprozesse und Lagerhaltung benutzt wird, in der Industrie zu optimieren. „Sektoren wie Agri-Food-, Chemie-, Pharma- und Bauindustrie müssen von den neusten technologischen Fortschritten profitieren und ihr Innovationsvermögen für Produktion und Umwandlung von Produkten mit hoher Wertschöpfung erhöhen. Es wird eine innovative Softwareplattform zur Schaffung eines Exzellenzprogramms entwickelt“, erklärt Bernhard Peters, Professor of Thermo- and Fluiddynamics an der Universität Luxemburg.

 

Vorstoß in der Mensch-Roboter-Interaktion

Um zwischen den Hauptakteuren in der Großregion Synergien in Lehre und Forschung im Bereich Robotik zu schaffen, wurde die Robotix-Academy als grenzüberschreitendes Forschungszentrum für Industrierobotik gestartet. Peter Plapper, Professor of Mechanical Engineering an der Universität Luxemburg, fügt hinzu: „Durch die Ermittlung gemeinsamer Fragestellungen sowie die Bündelung von Ressourcen und Fachkompetenz wird uns diese einzigartige Plattform ermöglichen, neue Technologien und Fertigkeiten auf den Gebieten der Industrierobotik und der Mensch-Roboter-Kooperation zu entwickeln.“

 

Die Projekte werden im Rahmen der Universität der Großregion (UniGR) organisiert, einem Netzwerk der Universitäten von Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, Saarland und Trier.

Auf der Grundlage dieses Erfolgs wurden sieben weitere Projektvorschläge mit der Beteiligung der FSTC eingereicht, und zwar fünf im Rahmen des Programms Interreg Großregion (in französischer Sprache) und zwei im Rahmen des Programms Interreg Nordwesteuropa (in französischer Sprache).

© Universität Luxemburg