Startseite // International // À la une // Erfahrungsberichte über grenzüberschreitende Studiengänge

Erfahrungsberichte über grenzüberschreitende Studiengänge

twitter linkedin facebook google+ email this page
Veröffentlicht am Montag, den 09. Januar 2017

Interview mit Laura Zaccaria, Studentin im Trinationalen Master in Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums an den Universitäten Luxemburg, Saarland und Lothringen

UniGR: Wie haben Sie im Rahmen Ihres Masters von den Studiermöglichkeiten, welche die UniGR bietet, erfahren?
Laura Zaccaria: "Zu Beginn meines Studiums wurde ich von meinem Studiendirektor über die UniGR und ihre Leistungen im Rahmen des Trinationalen Masters aufgeklärt. Das Besondere an diesem Master ist, dass er von vornherein auf die grenzüberschreitenden Studiermöglichkeiten in der Großregion hin konzipiert wurde. Der Master wird gemeinsam von den Universitäten Luxemburg, Saarland und Lothringen angeboten und profitiert so vollends vom breiten Studienangebot des UniGR-Universitätennetzwerks."

UniGR: Weshalb haben Sie sich nach Ihrem Bachelorabschluss an der Universität Luxemburg für den Trinationalen Master entschieden?
Laura Zaccaria: "Es gab für mich mehrere Gründe, mich für einen solchen internationalen Studiengang zu entscheiden, auch wenn die Universität Luxemburg alleine schon für ihre interkulturelle und mehrsprachige Ausrichtung bekannt ist. Da ich mit dem Bachelor in Luxemburg sehr zufrieden war, ich jedoch nicht auf Auslandserfahrung verzichten wollte, stellte dieser grenzüberschreitende Masterstudiengang für mich die passende Wahl dar – auch weil das Leben in einem kleinen Land wie Luxemburg und die geografische Nähe der ausländischen Partneruniversitäten sich hier besonders anbieten, um von deren breiten Studienangeboten zu profitieren. Die Tatsache, dass ich mit diesem Studium den Abschluss dreier Universitäten erhalten kann, stellt für mich einen erheblichen Mehrwert dar. Außerdem habe ich die Möglichkeit, meine Masterarbeit als eine Art Cotutelle zu absolvieren, indem ich einen Korrektor an der Heimatuniversität und einen an einer der beiden Partneruniversitäten wähle. Dies hat den Vorteil, dass ich vom Fachwissen unterschiedlicher Dozenten profitieren kann."

UniGR: Wie gelangen Sie zu den Partneruniversitäten?
Laura Zaccaria: "Damit ich den dreifachen Abschluss erhalte, muss ich an jeder Universität mindestens 30 Kreditpunkte absolvieren, was in etwa fünf Kursen entspricht. Dementsprechend pendle ich jedes Semester ein- bis zweimal wöchentlich nach Saarbrücken und/oder Metz. Aus diesem Grund war es für mich eine große Hilfe, vom Mobilitätsfonds der UniGR profitieren zu können. Um die Mobilität ihrer Studierenden zu erleichtern, erstattet die UniGR am Schluss der Semester einen Großteil der Fahrtkosten, unabhängig davon, welches Verkehrsmittel benutzt wurde." 

UniGR: Wie empfinden Sie es, an drei verschiedenen Universitätssystemen teilzunehmen?
Laura Zaccaria: "Eine große Bereicherung dieses trinationalen Studiums ist es, dass nicht nur die mehrsprachige und interkulturelle Kompetenz gefördert wird, sondern auch die Anpassungsfähigkeit an die verschiedenen Universitätssysteme. Man lernt die verschiedenen Forschungs- und Unterrichtsmethoden der Universitäten kennen. All dies wird in Zeiten der Globalisierung immer stärker von Bedeutung und erhöht die Berufschancen erheblich. Allerdings erfordert das gleichzeitige Studieren an drei Universitäten aus drei verschiedenen Ländern natürlich ein gewisses Mehr an Selbstorganisation. Jedoch helfen einem die Studiendirektoren der Universitäten sowie die UniGR-Mitarbeiter die Mobilität so unkompliziert wie möglich zu gestalten, sodass man Zeit hat sich auf die Kurse zu konzentrieren. Auf der Internetseite der UniGR findet sich eine speziell auf den Trinationalen Master abgestimmte Kursauswahl der drei Universitäten, sodass man zu Semesterbeginn nicht das gesamte Vorlesungsverzeichnis der drei Universitäten durchkämmen muss. Dies erleichtert die Kurswahl ungemein. Auch das Erstellen eines Learning Agreements erübrigt sich in meinem Studiengang. Des Weiteren werden oft Blockseminare an den Partneruniversitäten angeboten, sodass man nicht jede Woche ins Ausland fahren muss. All dies erleichtert das gleichzeitige Studieren an mehreren Universitäten."

UniGR: Was möchten Sie nach Ihrem Abschluss machen?
Laura Zaccaria: "Nach meinem Abschluss beabsichtige ich im Verlagswesen oder in einer Kommunikationsabteilung einer Kulturinstitution zu arbeiten. Dies muss nicht unbedingt in Luxemburg sein. Ich kann mir auch vorstellen einen grenzüberschreitenden Berufsweg einzuschlagen und so werde ich auch Ausschau nach Angeboten in der Großregion halten."

UniGR: Würden Sie den UniGR-Studentenstatus anderen Studenten der Universität Luxemburg weiterempfehlen?
Laura Zaccaria: "Da natürlich nicht nur Studenten im Trinationalen Master von diesem grenzüberschreitenden Kursangebot profitieren können, sondern alle Studenten der Universität, die an einer der fünf anderen Universitäten des UniGR-Netzwerks eine Mobilität absolvieren möchten – sei es nur für einen Kurs oder gleich für mehrere – kann ich den UniGR-Studentenstatus nur empfehlen. Er bietet die Möglichkeit, sich die an den Partneruniversitäten belegten Kurse an der Heimatuniversität anrechnen zu lassen und man erhält einen Studierendenausweis der Partneruniversität, mit dem man die Mensen und Bibliotheken der Partneruniversitäten nutzen kann, ohne zusätzliche Studiengebühren zu zahlen. Außerdem stehen einem die UniGR-Mitarbeiter bei der Organisation der Mobilität zur Seite."

Weitere Informationen und das ganze Interview finden Sie auf der Website der UniGR.