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Stiftungsprofessuren

Stiftungsprofessuren werden von einem Drittmittelgeber wie zum Beispiel Unternehmen bezahlt und nicht oder nicht vollständig von der Universität selbst. Sie sind in der Regel auf eine Laufzeit von fünf Jahren begrenzt und eröffnen dem Stifter neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern in Forschung und Entwicklung.

Die Universität Luxemburg hat in den erst sieben Jahren ihrer Existenz bereits sechs Stiftungsprofessuren erhalten:

  • Den Auftakt machte das japanische Elektronikunternehmen TDK im Jahr 2006, das die TDK Europe Professur „Neue Materialien für Solarzellen“ stiftete. Diese Stiftungprofessur hat Prof. Dr. Susanne Siebentritt inne, Leiterin des Photovoltaiklabors der Universität Luxemburg.
  • Im Jahr 2007 stiftete die Stadt Luxemburg eine Professur in Stadtentwicklungsforschung , die im „Laboratoire de Recherche en Géographie et Aménagement du Territoire“ der Universität angesiedelt ist. Dessen Forscher beschäftigen sich mit der Regional- und Kommunalplanung in Luxemburg und der Großregion, mit europäischen Raumordnungskonzepten sowie mit der nachhaltigen Entwicklung für Region und Gemeinden. Inhaber der Professur ist Prof. Dr. Markus Hesse.
  • Im Jahr 2009 schuf das Unternehmen ATOZ Tax Advisers an der Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften eine Professur für europäisches und internationales Steuerrecht , die Prof. Dr. Alexander Rust innehat.
  • Im März 2010 unterzeichneten die Universität und der Satellitenbetreiber SES S.A.  ein Partnerschaftsabkommen, das unter anderem eine Stiftungsprofessur in Satelliten-Kommunikations- und Medienrecht vorsieht.
  • Im September 2010 besiegelte der weltgröβte Stahlproduzent ArcelorMittal, der seinen Hauptsitz in Luxemburg hat, die „ArcelorMittal Stiftungsprofessur in Fassaden-Engineering“ mit der Universität. Ziel ist, die Entwicklung energieeffizienter Hightech-Gebäude aus Stahl, Stahlverbund und Glas voranzutreiben. Diese Professur wurde namentlich an Prof. Dr. Christoph Odenbreit verliehen (+ Info) .
  • Ebenfalls im September 2010 gab die Deutsche Bank Luxembourg S.A. die Stiftung des  „Deutsche Bank Chair of Finance“ bekannt. Die Professur wird an der „Luxembourg School of Finance“ angesiedelt, dem Fachbereich Finanzen der Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften der Universität, und soll Forschungsfragen im Bereich Banking and Finance mit Anwendungen für den Bankenplatz Luxemburg behandeln.
  • Prof. Dr. Rene Leboutte erhielt die Ad personam Jean-Monnet-Stiftungsprofessur im Jahr 2009. Ziel der Professur ist, Forschung und Lehre in zeitgenössischer europäischer Geschichte mit Hilfe der neuen Informationstechnologien zu unterstützen. Der Lehrstuhl will zudem die Kontakte zu den EU-Institutionen und insbesondere zum Archiv des Europäischen Parlaments (CarDoc), der Europastudien-Bibliothek der Europäischen Investitionsbank und des „Centre Virtuel de la Connaissance sur l’Europe“ stärken.
  • Im Oktober 2011 wurde Dr. Philippe Poirier von der Luxemburger Abgeordnetenkammer eine Stiftungsprofessur in parlamentarischen Studien verliehen. Der Lehrstuhl will zum Wissen und zur Untersuchung des Parlamentarismus im Rahmen nationaler und europäischer Entscheidungsfindungen beitragen. Schwerpunkt ist die politikwissenschaftliche Forschung in den Bereichen Demokratie, nationale Gesetzgebung und vergleichende Politik in Europa.
  • Ebenfalls im Jahr 2011 ging eine UNESCO-Stiftungsprofessur für Menschenrechte an Prof. Dr. Jean-Paul Lehners. Ziel ist die Förderung von Forschung, Lehre und Dokumentation über Menschenrechte. Mit Hilfe ihrer Stiftungsprofessuren will die UNESCO nicht nur ihre Mission und Ziele in Universitäten sichtbarer machen, sondern auch den wissenschaftlichen Dialog zwischen den Hochschulen beleben und die Integration der südlichen Hemisphäre in die internationale Wissenschaftsgemeinschaft verbessern.