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High Performance Computing

High Performance Computing (HPC) beschreibt allgemein Techniken, Rechenkraft so zu kombinieren, dass man deutlich höhere Rechenleistungen erhält als dies mit einem einzelnen Desktop Rechner möglich wäre. Damit lassen sich dann große Probleme aus den Naturwissenschaften, den Ingenieurwissenschaften oder aus der Ökonomie lösen.

Seit 2006 hat die Universität Luxemburg mehr als 7 Millionen Euro in ihre eigene HPC Infrastruktur investiert. Dabei wurde speziell darauf geachtet, dass nicht nur ausreichend Rechenleistung, sondern auch eine sehr große Speicherkapazität für Daten verfügbar sind. Diese Charakteristik unterscheidet die HPC Infrastruktur der Universität Luxemburg von vielen anderen HPC Centern, bei denen sich häufig auf eine dieser beiden Pfeiler konzentriert wird.

Eine Plattform für Forschung in Kryptologie und Bio-Medizin

Zur Zeit gibt diese Plattform schon mehr als 340 Forschern die Möglichkeit, rechen- oder speicherintensive Berechnungen als Teil ihrer Forschungsaktivitäten durchzuführen: Informatikern, Ingenieuren,  Physikern, Forschern in den Materialwissenschaften, Biologen und sogar Ökonomen.

Neben anderen Themen wird auf der Plattform Forschung in Kryptologie, zu Software Validierung oder Simulationen von Kommunikationsnetzwerken betrieben. Die Verfügbarkeit von großen Speicherplatzkapazitäten ist extrem wichtig für Forschung in Polymer-Physik und Materialwissenschaften, Simulationen in wirtschaftswissenschaftlicher Forschung oder auch bei der bio-medizinischen Forschung zu neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer.

Ein wichtiger Faktor für wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit

Das HPC Center gibt den Fakultäten und den interdisziplinären Zentren einen substantiellen komparativen Vorteil. Die Verfügbarkeit von starker Rechenleistung in Kombination mit großer Speicherkapazität ist wichtig für die Schaffung eines attraktiven Forschungsumfeldes und hilft dabei, die Universität Luxemburg für weitere Forscher interessant zu machen. Die HPC Infrastruktur ist damit ein strategischer Vorteil der Universität und ein wichtiger Faktor für die wissenschaftliche und somit auch wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit Luxemburgs.

Derzeitige Rechenleistung und Ausblick

Die derzeit verfügbare HPC Plattform basiert auf mehreren Clustern von Rechenknoten, womit man insgesamt eine Gesamtrechenleistung von 85 TFlops (1 TeraFlops = 1012 floating point operations per second) und ungefähr 1 PetaByte an Datenspeicher erhält. Mit dieser Kapazität ist das HPC Center der Universität Luxemburg einer der bedeutendsten Akteure im Bereich HPC in der Großregion Saar-Lor-Lux.

Nach dem Umzug auf den neuen Campus in Esch-Belval, ungefähr 20 km südwestlich der Hauptstadt, plant die Universität den weiteren Ausbau dieser Plattform. Das neue Rechenzentrum in Belval wird ausreichend Platz zur Verfügung stellen, um die Rechenleistungkapazität um den Faktor 100 und die Speicherkapazität um einen Fakto 4 zu steigern.

Mehr Information auf http://hpc.uni.lu .