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Veröffentlichung des Nationalen Bildungsberichts 2021

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Veröffentlicht am Donnerstag, den 09. Dezember 2021

Die Universität Luxemburg hat den dritten Nationalen Bildungsbericht veröffentlicht, der eine Bestandsaufnahme des Schul- und Bildungssystems in Luxemburg darstellt.

Der Bildungsbericht 2021 kann unter www.bildungsbericht.lu eingesehen werden. 

Wichtigste Ergebnisse der Publikation

Luxemburg hat die ersten Phasen der Pandemie relativ gut überstanden

Im Vergleich zu anderen Ländern blieben luxemburgische Schulen relativ unberührt von Schließungen. Durch bestehende digitale Ressourcen, die vor der Krise installiert wurden, konnte die Schulgemeinschaft den Fernunterricht schnell aufbauen. Es wurden ebenfalls Maßnahmen entwickelt, um Schüler zu unterstützen und die Auswirkungen der Pandemie abzumildern.

Die Grundlagen einer digitalen Schulkultur in Luxemburg

Nachdem die ICILS-Studie 2018 gezeigt hatte, dass die IT- und Digitalkompetenzen luxemburgischer Schüler unter dem OECD-Durchschnitt liegen, legten Coding, die one2one-Strategie und der „Medienkompass“ (Guide de référence pour l’éducation aux et par les médias) den Grundstein für eine digitale Schulkultur in Luxemburg . Die Auswirkungen dieser Strategien auf die Kompetenzen der Schüler werden in den kommenden Jahren sichtbar sein.

Rahmenplan für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich der nicht-formalen Arbeit mit Jugendlichen

Im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde eine erhebliche Zahl von Bildungsprojekten, Mitteln und Ansätzen entwickelt. In der nicht-formalen Bildung wird die Arbeit mit Jugendlichen als vorbildlich bezeichnet; in der formalen Bildung fehlt jedoch eine starke Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Lehrplänen.

Ein Blick auf alte und neue Ungleichheiten

Der sozioökonomische und soziale Kontext spielt für die Schullaufbahn eine entscheidende Rolle: Die soziale Kluft im luxemburgischen Schulsystem vergrössert sich weiter. Das Schulsystem berücksichtigt die soziale und kulturelle Vielfalt des Landes nicht, die Alphabetisierung in deutscher Sprache wird zu einseitig betont und die Förderung der deutschen Sprachkenntnisse bleibt erfolgsentscheidend für Schüler. Darüber hinaus bringt die Strategie zur Verlängerung des Schulzyklus für Kinder, die die Kompetenzbasis nicht erreichen, nicht den erwarteten Erfolg.

Maßnahmen zur Bekämpfung von Ungleichheiten

Im Anschluss an den ersten Bildungsbericht 2015 wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Ungleichheiten im Bildungssystem zu verringern. Die Wirkung anderer Maßnahmen, die in den letzten Jahren umgesetzt wurden, wie z.B. die Diversifizierung des Schulangebots, die Entwicklung und Professionalisierung der frühkindlichen Bildung, wird in diesem Bericht nicht berücksichtigt. In der Tat wurden die betroffenen Kinder bei den Befragungen bisher nicht berücksichtigt, und die Ergebnisse sind aufgrund der Auswirkungen der Pandemie nicht vergleichbar.

Die Schlussfolgerungen des Berichts wurden am 9. Dezember in Anwesenheit des Ministers für Nationale Bildung, Kinder und Jugend, Claude Meisch, vorgestellt.

Der vollständige Text dieser Pressemitteilung wurde auf der Webseite des Ministeriums für Nationale Bildung, Kinder und Jugend veröffentlicht.