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Neuerscheinung: ZeitRahmenÜberschreitungen im vormodernen Erzählen

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Veröffentlicht am Dienstag, den 09. März 2021

Das Themenheft der Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung ist von Amelie Bendheim und Martin Sebastian Hammer herausgegeben. Es verortet sich im Schnittfeld dreier Diskurse mediävistischer Erzählforschung, indem es nach Interdependenzen von ›Zeit‹, ›Rahmen‹ und ›Überschreitung‹ fragt.

In den Blick treten u. a. Reibungen zwischen konkurrierenden Modellen erzählter Zeit sowie Kurzschlüsse von Erzählzeit und erzählter Zeit, die jeweils zuvor etablierte Rahmungen zu transgredieren vermögen. Die Beiträge widmen sich einer bisher kaum beachteten Metalepse des ›Erec‹, dem Verhältnis von Zeit und Transzendenz im Kyot-Exkurs des ›Parzival‹, der Transgressivität des Stierwunders in Konrads von Würzburg ›Silvester‹, der Narrativierung von Zeit(enthobenheit) in der Brandantradition und im ›Mönch Felix‹, den Trink- und Ratsheischen der Spielmannsepik sowie Formen und Funktionen anachronistischen Erzählens im ›Scotichronicon‹. In der Zusammenschau unterstreichen sie nicht nur die Vielfalt an Zugängen, sondern insbesondere die text- und gattungsübergreifende Relevanz von ›ZeitRahmenÜberschreitungen‹ im vormodernen Erzählen.

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