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Online Seminar: Religion ist so überflüssig wie Musik

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Veröffentlicht am Mittwoch, den 18. November 2020

In seinem neuesten Werk „Den Himmel zum Sprechen bringen“ skizziert Peter Sloterdijk in seinem ihm eigenen Stil Aspekte der Entwicklung und Spezifizität des religiösen Narrativs.

Er zeigt auf, wie der Mensch versucht, durch Theater, Musik und Dichtung den Himmel bzw. die Götter zum Sprechen zu bringen. Er spricht von Theopoesis. Dabei zeigt er die befreienden, wie die entfremdenden Aspekte religiöser Fiktionen auf. Die Säkularisierung versteht er einerseits als Prozess zur Unabhängigkeit von den sekundären „systemrelevanten“ Funktionen der Religion. Andererseits gilt ihm die Säkularisierung auch als Prozess der Freisetzung von Religion zu sich selbst. Sie wird sozusagen nutzlos. Es bleibt die nicht reduzierbare Funktion der religiösen und spirituellen Besinnung des Einzelnen, “die Auslegung der Existenz in ihrer Singularität und Verwobenheit mit anderen Singularitäten.“

Zu Sloterdijks neuestem Werk bietet die Arbeitsgruppe „Humanities and Religion“ im laufenden Wintersemester 2020-2021 ein Seminar an, das monatlich, jeweils dienstags von 19:00 bis 20:30 Uhr stattfindet.

Aufgrund der aktuellen Situation bedingt durch COVID-19 findet das Seminar bis auf Weiteres online über „Webex“ statt.

Die einzelnen Sitzungen dauern 90 Minuten. Nach einer ca. 30-minütigen Einführung in die zu behandelnden Kapitel bleibt Zeit für Diskussion und Austausch.

Die SITZUNGEN finden an folgenden Daten statt:
24.11.2020, 15.12.2020, 12.01.2021, 09.02.2021, 09.03.2021

ORGANISATION & ANMELDUNG

Interessenten werden darum gebeten, sich bei Jean-Marie Weber per email (jean-marie.weber[@]uni.lu) für das Seminar anzumelden.

Alle Teilnehmer/-innen erhalten vor jeder Sitzung einen Webex-Link, um sich zuzuschalten.

Ein Teilnahmebescheinigung wird auf Wunsch am Ende des Seminars ausgestellt.