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Zentrale Konzepte

Regionalisierung

Der zu Grunde gelegte Raumbegriff bezieht sich auf die Konstruktion von räumlichen Verhältnissen. Mit dieser Sichtweise werden essentialistische Raumvorstellungen der klassischen Erdraumwissenschaften überwunden und Prozesse der Raumproduktion ins Zentrum gerückt. Diese Perspektive wird in IDENT2 mit dem sozialgeographischen Konzept der Regionalisierung gefasst, das Raum als ein Ergebnis bzw. Teilaspekt des gesellschaftlichen Handelns begreift. Regionalisierungen beziehen sich damit auf soziale Praktiken von Subjekten und auf das Handeln von institutionellen Akteuren.

Identitätskonstruktionen

Identitätsbegriffe lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten ordnen, womit ein Merkmal der ‚Identitätsfrage’ angesprochen ist: der Versuch, Ordnung(en) herzustellen. Solche Ordnungsversuche bedienen sich selbst oder durch Andere zugewiesener bzw. abgelehnter Kategorien, die wie auch immer geartete (Gruppen-)Zugehörigkeiten markieren. Zugehörigkeiten sind jedoch nicht determiniert, sondern stets das Ergebnis der Übernahme, Anpassung oder Ablehnung von kursierenden Identitätsangeboten. Dementsprechend werden Identitäten in IDENT2 als subjektive Eigenleistungen bzw. Konstitutionsleistungen verstanden und untersucht.

Grenzräume

Der Begriff des ‚Grenzraums‘ orientiert sich nicht zwangsläufig an politisch-administrativen Kategorien. Vielmehr werden darunter soziale Kontexte verstanden, in denen ‚Praktiken der Grenze‘ wirksam werden. Sie umfassen Handlungen von institutionellen Akteuren oder Subjekten, durch die Grenzen überschritten, aufgehoben oder festgeschrieben werden. Damit dient der Begriff in IDENT2 als Beschreibungsmodus für Prozesse der De-/Re-/Konstruktion von Grenzen auf unterschiedlichen Gebieten des Sozialen.