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Zusammenarbeit mit Goodyear für neue Automobilanwendungen

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Veröffentlicht am Donnerstag, den 21. März 2019

Die Universität Luxemburg und das Goodyear Innovation Center in Luxemburg haben ein neues Forschungsprojekt ins Leben gerufen, bei dem untersucht wird, wie mit Hilfe von Near Field Communication (NFC) die Sicherheit von Fahrzeugen verbessert werden kann.

Das vierjährige Forschungsprojekt hat das Potenzial, bedeutende Innovationen im Automobilsektor hervorzubringen. Finanziert wird es vom Luxemburger Fonds National de la Recherche (FNR) und Goodyear.

NFC: Vielversprechende Technologie

Near Field Communication hat das Potenzial, die Automobilbranche grundlegend zu verändern. „NFC ist eine Form der drahtlosen Kommunikation auf kurze Entfernung. Sie stützt sich auf elektrische und magnetische Felder, die um eine Sendeantenne herum erzeugt werden. Diese Kommunikationstechnologie wird derzeit aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften für Anwendungen im Automobilbereich erforscht“, erläutert Ahmad Rida Tawakuli, Doktorand im Security and Networking Laboratory (SECAN-Lab) der Universität und Initiator des Projekts.

Schwerpunkt auf Fuhrparks

Dieses Forschungsprojekt befasst sich mit den Vorteilen der Nutzung der Technologie in Anwendungsbereichen, in denen derzeit vorherrschende Systeme, die auf Radiofrequenz-Identifikation (Radio Frequency Identification, RFID) beruhen, nicht ordnungsgemäß funktionieren, und entwickelt Systeme zur Diagnose und Identifikation von Reifen für die Verwendung in Fuhrparks.

Die Forscher untersuchen das Potenzial der Technologie, um drahtgebundene oder RFID-basierte Kommunikation in bestimmten Fahrzeugen zu ersetzen, und dem Fahrer und möglicherweise auch dem Flottenadministrator Reifendaten zur Verfügung stellen. „Das System trägt zur Verkehrssicherheit und zur Verminderung der Unfallhäufigkeit bei, indem es wichtige Echtzeitinformationen über die Reifen liefert“, erklärt Derek Shuttleworth, Manager External Science and Technology bei Goodyear. „Dies ist ein erster Schritt in Richtung neuer Automobilanwendungen, und Luxemburg könnte damit zur Drehscheibe für die Forschung über Near Field Communication in ganz Europa werden“, fügt Ahmad Rida Tawakuli hinzu.

Eine Kooperation zum beiderseitigen Nutzen

„Mit Unterstützung des FNR bauen die Universität Luxemburg und Goodyear ihre Zusammenarbeit für eine sichere und nachhaltige Verkehrsforschung in Luxemburg weiter aus. Dieses Projekt ermöglicht es uns, unser Know-how in der Near Field Communication in Zusammenarbeit mit einem der weltweit führenden Reifenhersteller zu entwickeln. Dies demonstriert unsere Forschungsexzellenz sowie unsere tiefe Verwurzelung und zentrale Positionierung in der nationalen Industrielandschaft“, sagt Prof. Stéphane Pallage, Rektor der Universität Luxemburg.

SECAN-Lab: ein starkes Forschungsteam in Sachen Netzwerksicherheit

Im Jahr 2005 als gemeinsame Forschergruppe der Computer Science and Communications Research Unit (CSC) und des Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust (SnT) gegründet, führt SECAN-Lab international wettbewerbsfähige Grundlagen- und angewandte Forschung zu datenschutzfreundlichen, sicheren, intelligenten Verkehrssystemen, Fahrzeugkommunikation und multimodalem Verkehrsmanagement, Internet der Dinge, Netzwerksicherheit, Systemsicherheit und Internetsicherheit durch.

„Wir entwickeln neue Architekturen und Kommunikationsparadigmen für die drahtlose Kommunikation und stellen uns den Herausforderungen des zukünftigen Internets, um das gesamte Spektrum der möglichen Anwendungen abzudecken, die kurz- und langfristig entstehen werden“, sagt Prof. Thomas Engel, Leiter des SECAN-Lab.

Fotos: © iStock/Université du Luxembourg