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EURCrossBorderAlliance: auf dem Weg zu einer Europäischen Universität

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Veröffentlicht am Mittwoch, den 13. März 2019

Mit dem Ziel, die grenzüberschreitende europäische Hochschulbildung zu beleben, hat das Netzwerk UniGR (Universität der Großregion) das Projekt „EURCrossBorderAlliance“ entwickelt, das mehrere europäische Grenzgebiete umfasst. Der Projektvorschlag wurde auf den Aufruf „Erasmus+ Europäische Hochschulen“ der Europäischen Kommission hin eingereicht. 

EURCrossBorderAlliance vereint acht Universitäten. Zusätzlich zu den sechs Universitäten der UniGR (Technische Universität Kaiserslautern sowie die Universitäten Lüttich, Lothringen, Luxemburg, Trier und des Saarlandes), kommen als regionale Brückenköpfe im Balkan und Baltikum jeweils die Universität St. Kliment Ohridski in Sofia und die Vytautas Magnus Universität in Kaunas hinzu. 

EURCrossBorderAlliance schließt ebenfalls Partnerschaften mit sieben weiteren Institutionen ein. Die Allianz soll auf mehreren Ebenen tätig werden, um neue Modelle in der europäischen Hochschulbildung ins Rollen zu bringen:

  • Das Bündnis wird die Mobilität der Studierenden erleichtern und systematisieren, den europäischen Charakter ihrer Institutionen und die europäische Identität ihrer Gemeinschaften stärken.
  • Ihre Mitglieder werden Initiativen einleiten um echte grenzüberschreitenden Campus zu erschaffen, zusammen mit neuen Partnern wie der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken, der Universität von Niš in Serbien und der Universität „St. Kyrill und Method“ - Skopje in der Republik Nord-Mazedonien sowie der Universität von Lettland.
  • Zusätzliche Partnerschaften werden die Verbreitung und Umsetzung der Projektergebnisse in anderen Regionen begünstigen. Aktuelle assoziierte Partner sind die Universität Pau et des Pays de l'Adour in Frankreich, die Schlesische Universität Katowice in Polen, die Technische Universität Luleå in Schweden und der Verband für europäische Grenzregionen (AGEG).

Konkret soll das Projekt rund 173.000 Studierende betreffen. Sie werden während ihrer gesamten universitären Laufbahn von vermehrten Mobilitätsphasen, dem abgestimmten Einsatz digitaler Instrumente zur Erhöhung der virtuellen Mobilität sowie Angeboten zum Erwerb von Sprachen und transversalen Kompetenzen profitieren können,

Grenzregionen: Pioniere der europäischen Entwicklung und Werte

Europas Grenzregionen - diese machen 40% des EU-Territoriums aus und sind Lebensraum von fast 30% der Bevölkerung – dienen als Versuchsgebiete und entwickeln Modelle regionaler Zusammenarbeit, entwickelt um rechtliche, wirtschaftliche, kulturelle oder sprachliche Hürden zu überwinden.

Die Partner der EURCrossBorderAlliance bekräftigten ihren Willen, aktiv an der Definition neuer, auf den gesamten Europäischer Hochschulraum (EHR) übertragbaren Standards für die europäische Zusammenarbeit im Hochschulwesen und der Forschung mitzuarbeiten.

 

Professoren Anastas Gerdjikov, président de l’Université St Kliment Ohridski; Tomasz Piertrzykowski, vice-président de l'Université de Silésie à Katowice; Manfred Schmitt, président de l'Université de la Sarre et vice-président de UniGR; Stéphane Pallage, président de l'Université du Luxembourg; Michael Jäckel, président de l’Université de Trèves; Pierre Wolper, président de l'Université de Liège; Arnd Poetzsch-Heffter, vice-président de la Technische Universität Kaiserslautern; Ineta Dabašinskienė, vice-présidente de l’Université Vytautas Magnus; Jean Winand, vice-président de l'Université de Liège; Maria Stoicheva, vice-présidente de l'Université Sofia St Kliment Ohrodski; Thomas Bousonville, l’École supérieure de techniques et d'économie de Sarre; Pierre Mutzenhardt, président de l'Université de Lorraine et président de l'UniGR.

© Université du Luxembourg

Die Initiative "Erasmus+ European Universities"

Die Europäische Kommission hat 2018 die Initiative „Europäische Universitäten" gestartet, mit dem Ziel, dem EHR neues Leben einzuhauchen. Das Konzept der „Europäischen Universität“ sieht solide Allianzen von Hochschulen vor, die eine neue Generation europäischer Bürger ausbilden und ihnen ermöglichen, zuverlässig in mehreren Sprachen über Grenzen und Disziplinen zu kooperieren und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Diese Allianzen werden eine Schlüsselrolle für Innovation spielen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas fördern. 

Ausgewählte Projekte profitieren von einer finanziellen Unterstützung der Europäischen Union von bis zu 5 Millionen Euro. Mit der Umsetzung könnte ab  Beginn des akademischen Jahres 2019/2020 gestartet werden. Die Universität des Saarlandes ist Mitglied des UniGR-Netzwerks und fungiert als federführender Partner des Projekts.