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Parkinson: neues Studienzentrum auf Rädern

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Veröffentlicht am Montag, den 15. Februar 2016

Dank einer großzügigen Spende der Fondation André et Henriette Losch wird Parkinson-Patienten in Zukunft die Teilnahme an der Luxemburger Parkinson Studie weiter erleichtert. Heute übergab André Losch, Vorsitzender der Stiftung den Schlüssel des neuen “NCER-PD Flying Team” Mobils an das klinische Forscherteam des National Centre of Excellence in Research on Parkinson’s Disease (NCER-PD).

Hierbei handelt es sich um ein eigens für das Forschungsprogramm mit einem kompletten Studienzentrum ausgestattetes Nutzfahrzeug. „Wir freuen uns sehr über diese großzügige Unterstützung“, sagte Prof. Dr. Rudi Balling, Direktor des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg und Koordinator des NCER-PD Forschungsprogrammes, in seiner Dankesrede: „Dieses neue Fahrzeug ermöglicht uns, die luxemburger Parkinson-Forschung direkt zu den Patienten zu bringen.“

Über das NCER-PD

 

 

Das NCER-PD Forschungsprogramm, das 2015 vom Fonds National de la Recherche ins Leben gerufen wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, neue Wege zur frühen Diagnose sowie bessere Behandlungsmöglichkeiten für die Parkinson-Krankheit zu entwickeln.

Patienten und gesunde Kontrollpersonen aus Luxemburg und der Großregion werden eingeladen an der Studie teilzunehmen.

„Eine hohe Beteiligung von Patienten ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Studie. Allerdings möchten wir den Patienten keine lange Anfahrt zur Parkinson-Forschungsklinik zumuten und daher eine Teilnahme in ihrer Nähe ermöglichen“, erklärt Prof. Dr. Rejko Krüger, der als Neurologe am Centre Hospitalier de Luxembourg und Forscher an der Universität Luxemburg den klinischen Teil der Studie leitet. Diese Hürde kann jetzt dank der Fondation André et Henriette Losch überwunden werden.

Unterstützung für Parkinson-Patienten

In Zukunft können Patienten zum Beispiel in Zusammenarbeit mit verschiedenen Krankenhäusern und Altersheimen in Luxemburg und der Großregion oder in den Räumen der Patientenvereinigungen ganz in ihrer Nähe untersucht werden. Hier führen ein Neurologe und eine Neuropsychologin des NCER-PD Flying Teams die Untersuchungen durch und sammeln Blut-, Urin- und Speichelproben, die dann in der Luxemburger Biobank (IBBL) für das Forschungsprogramm aufbereitet und aufbewahrt werden.

Dabei ist es besonders wichtig, dass die Proben schon während des Transports fachgerecht gelagert werden können. Hier hilft die Sonderanfertigung des geschenkten Fahrzeuges. „Mit dem von uns speziell angefertigten mobilen Studienzentrum im Volkswagen Caravelle können wir einen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten. Wir freuen uns, damit die klinische Forschung in Luxemburg unterstützen zu können“, ergänzt André Losch abschließend.

© Michel Brumat / Universität Luxemburg 2016