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Umfrage zur Ermittlung von Risikofaktoren, die zu Parkinson führen

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Veröffentlicht am Montag, den 26. September 2022

Das National Centre of Excellence in Research on Parkinson’s Disease (NCER-PD) startet eine Online-Umfrage, die sich an Menschen über 50 Jahre in Luxemburg und der Großregion richtet, bei denen weder Parkinson noch Demenz diagnostiziert wurde.

Diese neue Studie, die in Zusammenarbeit mit Parkinson-Forschungszentren in Deutschland, Österreich und Spanien durchgeführt wird, soll Methoden zur Risikovorhersage für neurodegenerative Erkrankungen untersuchen. Dieses gemeinsame Bestreben wird zur Bildung eines europäischen Zentrums für Risikoscreening für Parkinson und andere neurodegenerative Erkrankungen führen, so dass Menschen mit hohem Risiko von weiteren klinischen Untersuchungen profitieren können und die Früherkennung erleichtert wird. Die Studie mit dem Titel „Gesund Altern“ wird von der Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Reseach (MJFF) in New York (USA) unterstützt, einem wichtigen Akteur in der Parkinson-Forschung weltweit. Dieses Projekt, das Synergien zwischen verschiedenen europäischen Ländern schafft und sich auf das in den letzten acht Jahren im NCER-PD entwickelte Fachwissen stützt, ist der erste Schritt auf dem Weg, dass sich Luxemburg einer globalen MJFF-Initiative anschließt.

Je früher Parkinson diagnostiziert wird, desto besser sind die Chancen für eine optimale Behandlung der Symptome und die Vermeidung von Komplikationen. Im Rahmen von NCER-PD arbeiten die Forscher daran, die Früherkennung von Parkinson zu verbessern und neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Sie konzentrieren sich dabei auf die Identifizierung von Risikofaktoren sowie auf das Aufspüren von frühen Anzeichen für Parkinson. Seit 2015 hat das NCER-PD-Team eine umfassende Expertise in der klinischen Parkinson-Forschung aufgebaut. Zum einen begleitet es große Gruppen von Teilnehmenden über mehrere Jahre hinweg, zum anderen hat das Team eine Infrastruktur entwickelt, um große Datenmengen nach höchsten wissenschaftlichen Standards und europäischen Vorschriften zu sammeln, zu speichern, zu teilen und zu analysieren. Auf der Grundlage dieses langjährigen Know-hows und einer im vergangenen Jahr erfolgreich durchgeführten ersten Erhebung über Schlafqualität und Parkinson hat das NCER-PD-Team beschlossen, die Risikofaktoren für Parkinson eingehender zu untersuchen.

Am 26. September startet NCER-PD eine neue Umfrage zur Untersuchung von Methoden zur Risikovorhersage und zur Identifizierung von Personen mit einem erhöhten Risiko, an der Krankheit zu erkranken. Die Menschen in Luxemburg und der Großregion, die zwischen 50 und 80 Jahre alt sind und bei denen weder Parkinson noch Demenz diagnostiziert wurde, werden gebeten, einen detaillierten Online-Fragebogen auszufüllen, der ein breites Spektrum von Themen wie Demografie, Beruf, Lebensstil und Krankengeschichte abdeckt. Anhand dieser Informationen können die Forscher Risiko-Werte berechnen und Menschen mit hohem Parkinson-Risiko die Möglichkeit bieten, von weiteren eingehenden klinischen Untersuchungen zu profitieren. "Wir hoffen, dass wir den Einfluss verschiedener potenzieller Risikofaktoren ermitteln können und dass diese uns helfen werden, Fortschritte bei der Frühdiagnose und bei gezielteren Behandlungen zu erzielen", erläutert Prof. Rejko Krüger, der Koordinator von NCER-PD.

Die Umfrage mit dem Titel "Gesund Altern" (engl. Healthy Ageing, kurz HeBA) wird parallel von Forschungszentren in Kassel und Göttingen (Deutschland), Innsbruck (Österreich) und Barcelona (Spanien) durchgeführt. Ziel ist es, an jedem Standort mehrere tausend Teilnehmenden zu haben. "Wie immer in der klinischen Forschung ist die aktive Teilnahme von Freiwilligen der Schlüssel", betont Prof. Krüger. "Wir sind den Menschen, die ihre Zeit für diese wichtige Forschung opfern, sehr dankbar. Die von ihnen bereitgestellten Informationen sind entscheidend, um mehr über neurodegenerative Erkrankungen zu erfahren und neue Präventionsstrategien zu entwickeln, die dringend benötigt werden." Dieses gemeinsame Bestreben, bei der das Fachwissen des NCER-PD-Teams und die Zusammenarbeit mehrerer Länder zum Tragen kommen, wird zur Bildung eines europäischen Zentrums für Risikoscreening für Parkinson führen. Eines der Hauptziele ist es, herauszufinden, wie gut die derzeitigen Methoden zur Risikovorhersage und Früherkennung von Parkinson In der Gesamtbevölkerung funktionieren. Dies wird von entscheidender Bedeutung sein, wenn in Zukunft neue ursächliche Behandlungsmethoden verfügbar werden.

HeBA wird von der Michael J. Fox Foundation unterstützt, deren Ziel es ist, die Entwicklung verbesserter Therapien für Menschen mit Parkinson zu gewährleisten. Die MJFF identifiziert und finanziert Projekte, die für die Patienten am wichtigsten sind, und koordiniert den Einsatzmehrerer wissenschaftlicher Teams weltweit. Die Stiftung hat die Forschungsleistungen in Luxemburg genau verfolgt, und ihre Unterstützung für HeBA mit einer Million Euro über drei Jahre ist der erste Schritt zum Beitritt Luxemburgs zu einer globalen MJFF-Initiative: der Parkinson's Progression Markers Initiative. An dieser umfassenden Studie sind mehr als 50 Forschungseinrichtungen beteiligt, die Daten und biologische Proben zu einer der größten Parkinson-Datenbanken und Probenbanken weltweit beitragen. "Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, diesem angesehenen internationalen Netzwerk beizutreten, und sind sehr stolz auf die Leistung des NCER-PD-Teams in den letzten acht Jahren. Sie haben Luxemburg auf der internationalen Bühne zu einem der wichtigsten Akteure in der Parkinson-Forschung gemacht", sagt Prof. Krüger abschließend.

Um mehr über die Studie "Gesund Altern" zu erfahren und teilzunehmen, besuchen Sie www.heba.lu.

 

In Luxemburg wird dieses Projekt vom NCER-PD in Zusammenarbeit mit dem Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) an der Universität Luxemburg und dem Luxembourg Institute of Health organisiert.

Die an HeBA beteiligten internationalen Partner sind die Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel (Deutschland), die Universitätsmedizin Göttingen (Deutschland), die Medizinische Universität Innsbruck (Österreich) und die Hospital Clínic de Barcelona (Spanien).

HeBA wird von der Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research unterstützt.

 

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