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IDENT - Identités socio-culturelles et politiques identitaires au Luxembourg

Das Projekt wurde im August 2010 abgeschlossen und die Webseiten werden nicht mehr aktualisiert. Sie können sich hier aber weiterhin über das Forschungsprojekt informieren und die Ergebnisse in der Abschlusspublikation nachlesen. (Informationen zum Nachfolgeprojekt finden Sie hier.)

Deutsche Fassung
IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Hg.): Doing Identity in Luxemburg. Subjektive Aneignungen – institutionelle Zuschreibungen – sozio-kulturelle Milieus. Bielefeld, transcript-Verlag, 2010, 304 S., ISBN 978-3-8376-1448-0 .

   

Englische Fassung
IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.): Doing Identity in Luxembourg. Subjective Appropriations – Institutional Attributions – Socio-Cultural Milieus. Bielefeld, transcript-Verlag, 2011, 298 S., ISBN 978-3-8376-1667-5 .

   

Französische Fassung
IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.): Construire des identités au Luxembourg. Appropriations subjectives – Projections institutionnelles – Milieux socio-culturels. Paris, Berg International, 2011, 320 p., ISBN 978-2-917191-44-6 .

   
 

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IDENT ist ein transdisziplinäres Forschungsvorhaben der Unité de Recherche IPSE (Identités. Politiques, Sociétés, Espaces). Es hat eine Laufzeit von drei Jahren (2007-2010) und wird aus Mitteln der Université du Luxembourg finanziert.

Individuelle und kollektive Identitätsmuster gelten als konstituierende Bestandteile von Gemeinwesen und leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Kohäsion. In diesem Projekt geht es darum, spezifische Facetten von Identitätskonstruktionen in Luxemburg zu ermitteln und aus einem transdisziplinären Blickwinkel auszuleuchten.

 
  • Dabei werden zum Einen die politisch-medialen Diskurse über Identität, im Sinne zugeschriebener Identitäten, herausgearbeitet.
  • Zum Anderen werden die in ausgewählten sozio-kulturellen Milieus der Luxemburger Gesellschaft ‚gelebte’ Identitätsmuster, im Sinne angeeigneter Identitäten, ermittelt.
  • Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Prozesshaftigkeit von Identitätskonstruktionen sowie auf die Wechselwirkungen zwischen zugeschriebenen und angeeigneten Identitäten gelegt.
 

Die Divergenzen zwischen zugeschriebenen und angeeigneten Identitäten können nicht nur eine Gesellschaftsferne hegemonialer Identitätspolitiken konturieren, sondern auch Aufschluss geben über grundlegende gesellschaftspolitische Defizite im Großherzogtum. Zur Analyse dieser Kernfragestellungen wird ein nicht-essentialistisches und dynamisches Verständnis von Identität zu Grunde gelegt. Dieses ermöglicht es, Identität auf allen Ebenen als Ergebnis und zugleich als Bestandteil sozialer Konstruktionsprozesse zu analysieren. Hierfür wird ein breites Spektrum an quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden der Sozial- und Kulturwissenschaften eingesetzt.

 

Die Gesellschaft des Großherzogtums bildet ein besonders interessantes Terrain für eine solche Untersuchung. So erzeugen etwa der multilinguale Kontext und die einwanderungsbedingte kulturelle Vielfalt komplexe Identitätsangebote. Die hegemonialen Identitätsdiskurse sind zudem von vergleichsweise stark ausgeprägten großregionalen und internationalen Elementen durchzogen. Dies hängt ebenso mit der Historie und der geographischen Lage wie mit den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der Nachkriegszeit zusammen. Letztere haben den Kleinstaat nicht nur zu einem Bankenstandort ersten Ranges, sondern auch zu einem der drei europäischen Verwaltungszentren werden lassen. Aus empirisch-methodischer Sicht bietet die ‚Kleinheit’ des Großherzogtums darüber hinaus einen reizvollen Untersuchungsrahmen, der in einigen Bereichen geradezu einer Laborsituation gleicht.