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EU Kommission genehmigt European Space University for Earth & Humanity

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Veröffentlicht am Freitag, den 10. Juli 2020

Die Universität Luxemburg ist Partner des Projekts „Europäische Universität UNIVERSEH - European Space University for Earth and Humanity“, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Erasmus-Programms genehmigt wurde.

Die Universität Luxemburg hat sich mit der Université Fédérale Toulouse Midi-Pyrénées (Frankreich), der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Deutschland), der Luleå Tekniska Universitet (Schweden), und die Akademia Górniczo-Hutnicza im. Stanisława Staszica Krakowie (Polen) zusammengeschlossen, um eine europäische Universität zum Thema „Weltraum“ in all seinen Aspekten (Wissenschaft, Technik, Recht, Wirtschaft, Sozial- und Geisteswissenschaften, Patente und Innovation, Entrepreneurship, Medizin, Kunst und Kultur) aufzubauen. Das Projekt wird von der Universität Toulouse koordiniert.

Das UNIVERSEH-Projekt wird zum europäischen Bildungsraum, zum Wachstum von Beschäftigung und Industrie sowie zu einer nachhaltigeren Gestaltung des Raumfahrtsektors beitragen und sicherstellen, dass die Europäische Union in diesem Bereich eine weltweite Führungsrolle behält.

Dabei ist es wichtig, die Entwicklung von Kompetenzen in der Hochschulbildung und der Forschung an den künftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes zu orientieren. Der UNIVERSEH-Zusammenschluss wird sein Fachwissen und seine Kontakte mit der Raumfahrtindustrie und europäischen Weltrauminstituten nutzen, um Bildungsprogramme anzubieten, die den europäischen Bedürfnissen im Weltraumbereich entsprechen. Ein beratender Ausschuss wird eingerichtet, um eng mit den Interessengruppen zusammenzuarbeiten.

Die Kurse werden ab dem Wintersemester 2021 in fachspezifischen Modulen organisiert, um den Ansprüchen der Industrie gerecht zu werden. UNIVERSEH wird künftige Mitarbeiter und Unternehmer für den europäischen Raumfahrtsektor ausbilden.

Europäische Universitäten sind transnationale Zusammenschlüsse, die wegweisend für die Universitäten der Zukunft sind und europäische Werte und Identität fördern.

„Wir begrüßen die Genehmigung des UNIVERSEH-Projekts durch die Europäische Kommission. Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das den internationalen Charakter unserer Universität unterstreicht. Zusammen mit den Partneruniversitäten bauen wir ein starkes Netzwerk mit der Raumfahrtindustrie und den europäischen Weltrauminstituten auf. Dies wird dazu beitragen, unsere Position in der Hochschulbildung und Forschung im Bereich Weltraum, einem strategischen Sektor Luxemburgs, zu stärken“, so Prof. Stéphane Pallage, Rektor der Universität Luxemburg.

Das UNIVERSEH-Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen eines Aufrufs zur Einreichung von Pilotprojekten im Rahmen des Erasmus-Programms finanziert. Eine Finanzierungsvereinbarung wird vorbereitet.

Die Mobilität von Mitarbeitenden und Studierenden wird ein grundlegender Bestandteil des Projekts sein. Für die ersten drei Jahren des Projekts werden sehr ehrgeizige Ziele zur Steigerung der realen und virtuellen Mobilität gesetzt. Diese Ziele sollen durch eine Vielzahl von Aktionen erreicht werden, die auf der Schaffung einer Online-Mobilitätsplattform, speziell konzipiert für Studierende, Forschende und Mitarbeitende, beruhen. Diese Aktivitäten werden die Schaffung eines UNIVERSEH-Netzwerks fördern, in dem Studierende, Mitarbeitende sowie Forschende der Partneruniversitäten ihre Erfahrungen austauschen können; außerdem werden Maßnahmen zur Sensibilisierung für Mobilität in Europa entwickelt.

UNIVERSEH wird auch die Entwicklung innovativer pädagogischer Ansätze und einer gemeinsamen europäischen Kultur durch den Austausch von Fähigkeiten und bewährten Praktiken anstreben. Dadurch können wir interdisziplinäre und sektorübergreifende Programme anbieten. So ist es beispielsweise von zentraler Bedeutung, dass Studierende in den Geistes- und Sozialwissenschaften Zugang zu einem Überblick über die Raumfahrtwissenschaften und
-technik erhalten, und umgekehrt.

UNIVERSEH setzt sich für die Förderung der integrativen Bildung und der Gleichstellung der Geschlechter ein, einschließlich Menschen aus benachteiligten sozioökonomischen Verhältnissen, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Behinderungen. Besonderes Augenmerk wird auf die unterschiedslose reale und virtuelle Mobilität dieser Menschen gelegt, damit sie die Möglichkeit haben, im Ausland zu studieren, sich zu bilden und zu lernen.

Weitere Informationen zu Europäischen Universitäten finden Sie hier.