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Spitzenforschung für neue satellitengestützte terrestrische Netzwerke

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Veröffentlicht am Donnerstag, den 09. Juli 2020

Der Fonds National de la Recherche (FNR) finanziert sechsjährige Forschungspartnerschaft zwischen Universität und SES durch „Industrial Partnership Block Grant“-Programm.

Der Fonds National de la Recherche (FNR) unterstützt ein umfangreiches neues Forschungsprojekt zur Förderung von Datennetzwerken, das vom Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust (SnT) der Universität Luxemburg in Zusammenarbeit mit SES geleitet wird.

Die Forschungsinitiative mit dem Titel INSTRUCT (INtegrated Satellite-TeRrestrial Systems for Ubiquitous Beyond 5G CommunicaTions) wird durch das „Industrial Partnership Block Grant“-Programm (IPBG) finanziert, dem umfangreichsten Finanzierungsmechanismus des FNR für kollaborative Industrieforschung in Luxemburg. Durch das IPBG-Programm sollen Innovationen durch die Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft gefördert und ein Ökosystem aus fundiertem Fachwissen aufgebaut werden.

Im Rahmen von INSTRUCT unterstützt das SnT SES, den führenden Anbieter globaler Inhalts-Konnektivitätslösungen, bei der Forschung an integrierten satellitengestützten terrestrischen Netzwerken der nächsten Generation, um die bereits im 5G-Bereich erzielten Erfolge zu nutzen und weiter voranzutreiben. Das Projekt baut auf einer erfolgreichen 10-jährigen Beziehung zwischen dem SnT und SES auf, die zu einer Reihe zukunftsweisender Technologielösungen in Bereichen wie der digitalen Signalmodulation, der dynamischen Strahlformung, der Modemtechnologie mit hohem Durchsatz, der Modellierung komplexer Softwaresysteme und der Verarbeitung natürlicher Sprache geführt hat. Mit der IPBG-Förderung werden 17 SnT-Forschungsprojekte finanziert, an denen jeweils ein Team aus einem Doktoranden oder Postdoktoranden, einem akademischen Betreuer des SnT sowie einem industriellen Betreuer von SES arbeitet.

Die Integration von satellitengestützten und terrestrischen Systemen ist von zentraler Bedeutung, da wirklich globale Netzwerke der nächsten Generation ein Ökosystem aus mehreren Kommunikationsinfrastrukturen benötigen, wenn sie umfassend, flächendeckend und erschwinglich sein sollen. Satelliten haben sich dank ihrer großen Reichweite, ihrer Fähigkeit, bewegliche Plattformen zu versorgen, und ihrer Simultaneität als idealer Wegbereiter für die Netzwerke der nächsten Generation erwiesen. Dadurch wird selbst in abgelegenen Gegenden ein breites Spektrum von Konnektivitätsszenarien der nächsten Generation für entscheidende Anwendungen in den Bereichen mobiles Backhauling, Konnektivität in der Luft- und Seefahrt, Notfallmaßnahmen, Telemedizin und vielen mehr möglich. Als Branchenführer kann SES auf eine solide Erfolgsbilanz bei der Versorgung der bestehenden Datenmärkte verweisen und steht an der Spitze wichtiger Initiativen für technologische Innovation und Standardisierung, darunter auch im Bereich 5G.

„Wir haben das IPBG-Programm 2016 als Pilotprojekt eingerichtet und es entwickelt sich inzwischen schnell zu einem essentiellen Mechanismus für die Ausrichtung der Forschungsfinanzierung auf komplexe industrielle Herausforderungen“, so Andreea Monnat, stellvertretende Generalsekretärin des FNR. „Eine Wirtschaft aufzubauen, die sich auf Innovation konzentriert, hat für Luxemburg Priorität und die langjährige Partnerschaft zwischen SES und dem SnT ist ein hervorragendes Beispiel für die positiven Ergebnisse einer solchen Zusammenarbeit.“

„Unsere Arbeit stützt sich auf die Technologie, die wir einsetzen, und wir setzen auf Innovationen, die bestehende Märkte unterstützen und den Kunden, die wir unterstützen, neue Möglichkeiten eröffnen. Mit seinen herausragenden F&E-Fähigkeiten ist das SnT ein zuverlässiger Partner, wenn es darum geht, Innovationen mit wahrhaft globaler Wirkung voranzutreiben, und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, sagt Ruy Pinto, CTO bei SES. „Wir sind sicher, dass wir mit Unterstützung des FNR und des SnT auf dem Gebiet der integrierten satellitengestützten terrestrischen Netzwerke weiter vorankommen werden.“

„Die Integration von satellitengestützten und terrestrischen Netzwerken ist eine komplexe Forschungsherausforderung für die Zeit nach 5G“, führt Prof. Symeon Chatzinotas aus, Hauptprojektleiter beim SnT. „Dieser FNR-Zuschuss gibt uns die notwendige Unterstützung für den Aufbau eines Exzellenzzentrums in Luxemburg und ermöglicht uns, in diesem Bereich eine Vorreiterrolle in Forschung und Technologietransfer zu übernehmen.“

„Die Partnerschaft mit SES war im Verlauf der Jahre eine treibende Kraft für einige der aufregendsten Forschungsergebnisse des SnT“, so Prof. Björn Ottersten, Direktor des SnT. „Wir sind stolz auf die Anerkennung, die unsere Arbeit durch den IPBG vom FNR erfährt, und sind zuversichtlich, dass die Forschung erhebliche Möglichkeiten für die Raumfahrt in Luxemburg schaffen wird.“

© Photo: SES