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Bachelor en Cultures Européennes - Germanistik

Auf den Spuren von Heinrich Heine: Studienfahrt der Germanistik nach Düsseldorf (15. - 17.05.2014)

„Im traurigen Monat November war’s / Die Tage wurden trüber / Der Wind riß von den Bäumen das Laub / Da reist ich nach Deutschland hinüber.“ So beginnt das berühmte satirische Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine. Ähnlich trüb war auch das Wetter am ersten Tag der diesjährigen Studienfahrt in Düsseldorf. Dort nahmen alle Luxemburger Germanisten an einer spannenden Führung durch das Heinrich-Heine-Institut teil. Mit seinem Archiv sowie seiner Bibliothek ist das Institut ein Zentrum der internationalen Heine-Forschung und vielfältiger literarisch-kultureller Vermittlung. Das Museum des Instituts ist weltweit das einzige Museum für den 1797 in Düsseldorf geborenen Dichter Heinrich Heine. Die Führung beschränkte sich jedoch nicht nur auf das Heinrich-Heine-Institut selbst, sondern führte die Teilnehmer der Studienfahrt auch zu einem Heinrich-Heine-Monument in der Parkanlage Schwanenmarkt. Die Bronzeplastik zeigt den Schriftsteller in Gestalt einer zerstückelten Totenmaske als physiognomische Vexierlandschaft. Damit wollte der Künstler Bert Gerresheim wohl auf die – von Heine oft zitierte – „Zerrissenheit“ verweisen. Beim gemeinsamen Abendessen wurden die fruchtbaren Diskussionen über die unkonventionelle Darstellung des Denkmals fortgesetzt.

Am zweiten Tag stand der Besuch der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf dem Programm. Mit viel Humor stellte Prof. Dr. Volker Dörr den Luxemburgern den interessanten Germanistik-Master vor, den die Universität Düsseldorf anbietet. Bei strahlendem Sonnenschein konnte anschließend der Schlosspark Benrath besichtigt werden, der sowohl kultur- als auch naturgeschichtlich von großer Bedeutung ist. Natürlich hat Benrath als Bezeichnungsgrundlage der „Benrather Linie“, der sprachgeographischen Grenze zwischen Hoch- und Niederdeutsch, für Germanisten noch eine ganz eigene Bedeutung. Am Nachmittag erkundeten die Studierenden Düsseldorf auf eigene Faust und besuchten unter anderem das K21: spektakuläres Museum für zeitgenössische Kunst, das Filmmuseum, oder die herausragend sortierte Buchhandlung „Müller“.

Isabell Baumann