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Bachelor en Cultures Européennes - Germanistik

Studienfahrt der Germanistik nach Weimar (18.05.-21.05.2016)

Endlich steht der langersehnte Mai vor der Tür, der für die Studierenden der Germanistik etwas Besonderes bedeutet: Die (nächste) Studienfahrt steht an!

Dieses Jahr war das – längst überfällige – Reiseziel Weimar, die Stadt der „Weimarer Klassik“. Dieses schöne Städtchen im Herzen Thüringens, das besonders durch das „Viergestirn“ Goethe, Schiller, Herder und Wieland von hoher Bedeutung ist, sollte nun von uns genauer unter die Lupe genommen werden.

Nach einer etwa siebenstündigen Busfahrt sind wir in Weimar eingetroffen. Das Essen an diesem Abend mussten wir uns allerdings erst verdienen: Unter der Leitung einer ehemaligen Uni.lu-Studentin, die mittlerweile in Jena ihr Masterstudium absolviert, stapften wir tapfer über Stock und Stein (und Rapsfeld!), um nach einer guten Dreiviertelstunde bei der Festscheune anzukommen, wo man uns ein Fest für Augen und Geschmackssinn bereitete. Beim reich ausgestatteten Buffet war sicherlich für jeden etwas dabei!

Mehr oder weniger gut ausgeschlafen besuchten wir am nächsten Tag zunächst die Ausstellung des Goethe-Nationalmuseums sowie anschließend das historische Wohnhaus und den herrlich ausgestatteten Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Durch die Goethe-Ausstellung mit dem schönen Titel „Lebensfluten-Tatensturm“ führte uns jeweils eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Museums; sie erklärte uns die unterschiedlichen Räume, die farblich in Anlehnung an die eigene Farbgestaltung in Goethes Wohnhaus variierten und die die unterschiedlichen Themen „Genie“, „Welt“, „Naturwissenschaften“, „Liebe“ etc. aufgriffen. Ziel war es, Goethe auch als vielseitigen Menschen vorzustellen, der nicht nur als Verfasser des „Faust“ gilt, sondern als reise- und kulturfreudiger Mann, der mannigfaltige Interessen hegte. So besaß er beispielsweise eine Mineralien- und Gesteinssammlung von mehr als 18.000 Einzelstücken, 22.000 Sammlungsgegenstände zu den Naturwissenschaften, über 26.000 Kunstobjekte und natürlich tausende Bücher. Die nach einem verheerenden Brand wieder instand gesetzte Herzogin Anna Amalia Bibliothek bot uns allen den gewissen „Wow“-Effekt. Dieser offene, ovale, lichtdurchflutete Saal in zartestem Hellblau mit zahlreichen vergoldeten ionischen Kapitellen und Stuckarbeiten wirkte tief beeindruckend sowohl auf uns Studierende wie auch auf unsere Dozenten.

Der Abend stand zur freien Verfügung, wobei eine Gruppe sich das Stück „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare ansah, allerdings eine sehr moderne Variante, die auch nach der Vorführung noch für reichlich Gesprächsstoff sorgte.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir die Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo wir, nach einer knappen universitätsgeschichtlichen Führung, die verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengänge der Germanistik präsentiert wurden.

Den Nachmittag konnten wir selbst gestalten: Von den einen wurde er für einen Besuch im KZ Buchenwald genutzt, von den anderen für einen gemütlichen Nachmittag auf einer Terrasse in Weimar mit anschließender Besichtigung der Fürstengruft und des römischen Hauses im Park an der Ilm. Den Abschluss bildetet der Besuch der Gasthausbrauerei Felsenkeller.
Auf die nächste Studienfahrt nach Bamberg freuen wir uns jetzt schon und hoffen, dass sie wenigstens genau so erfolgreich werden wird wie diese!

Nathalie Lavandier (Studentin des BCE – Germanistik)