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BAP Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2019-20
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BAP Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2019-20

Bachelor of Science in Psychology

Gemeinsame Vortragsreihe

„Psychologie und Gesundheit“

von Bachelor en Psychologie und Master in Psychology: Psychological Intervention

Wintersemester 2018-2019

Schauen Sie sich die Vorträge in unserer Youtube playlist an: Psychologie und Gesundheit

Die Gesundheit stellt für Menschen ein überaus wertvolles Gut dar. Wissenschaftlich belegt sind vielfältige Zusammenhänge zwischen psychischen Prozessen und dem Erleben von Gesundheit sowie dem individuellen Gesundheitsverhalten. In der Vorlesungsreihe „Psychologie und Gesundheit“ stellen nun ausgewiesene Expertinnen und Experten der Universität Luxemburg sowie anderer Universitäten die aktuellsten Forschungsbefunde aus diesem weitreichenden Forschungsfeld vor. Als besonders attraktiv erweist sich für das interessierte Publikum die ausgeprägte Themenvielfalt, die innerhalb der Vorlesungsreihe auf anschauliche Weise vertieft wird.
Die Veranstaltungsreihe wendet sich neben Studierenden (der Psychologie) an alle an dem Forschungsthema Interessierte.

04.10.2018 Stress im Alltag - Neue Wege der Stressbewältigung (Gregor Domes,Universität Trier)   

Stress zählt zu den wesentlichen Gesundheitsrisiken in Industrienationen. Neben einer Reihe von bereits evaluierten Interventionen zur Stärkung der Stressresilienz gewinnen internetbasierte Interventions- bzw. Präventionsansätze zunehmend an Bedeutung. Ergebnisse von Metaanalysen legen die generelle Wirksamkeit internetbasierter Interventionen nahe. Im Rahmen des Vortrags werden Chancen und Grenzen dieser neuen Ansätze im Hinblick auf die Stressprävention und Gesundheitsförderung erörtert und Ergebnisse einer aktuellen Evaluationsstudie eines 6-wöchigen Online-Stressmanagement-Trainings präsentiert.

11.10.2018 Interaktion von Mensch und Technik im Gesundheitskontext (Astrid Rosenthal-von der Pütten, RWTH Aachen)

Der Vortrag stellt Anwendungsfelder von Robotern und virtuellen Agenten im Gesundheitskontext vor, wie etwa die Einsätze von Agenten im therapeutischen Behandlungsalltag oder sozialer Roboter in Krankenhäusern und Altersheimen. Diskutiert werden der Stand der Technik, derzeitige Entwicklungen und die Frage, ob Technik wirklich pflegerische Berufe bedroht. Zudem erhalten die Zuhörer Einblick in empirische Forschungsergebnisse.

18.10.2018 Can physical activity foster cognitive abilities? (Christine Schiltz, Université du Luxembourg)  

During this lecture, we will analyse and discuss whether and how physical activity and fitness have an effect on cognitive abilities and academic achievement. When examining this question, we will focus on children and adolescents and school-related thinking and learning processes.

25.10.2018 Pain, emotions and cognition; a neuropsychological perspective (Marian van der Meulen,Université du Luxembourg)  

In this talk, I will give an introduction to basic principles of pain perception and how psychologists can contribute to the field of pain research. I will focus on the strong interplay between pain and emotions, both in clinical (chronic) pain as well as in experimentally induced pain in laboratory studies. Finally, I will discuss the interaction between pain and cognition, and how we might apply insights regarding these interactions in psychological approaches to the treatment of pain.

08.11.2018 Eine gesunde Umwelt - Über den Einfluss von Natur auf Wohlbefinden und Gesundheit (Gerhard Reese, Universität Koblenz-Landau)   

Gesundheit und psychisches Wohlbefinden hängen in großem Maße davon ab, in welchen Umwelten wir uns befinden. Hier zeigen etablierte Forschungsstränge vor allem, dass natürliche Umwelten wie Wälder, Berglandschaften oder das Meer einen gesundheitsfördernden Einfluss haben indem sie z.B. Stress reduzieren oder unsere Stimmung heben. Diese Effekte sind nicht nur physiologischer, sondern vor allem psychologischer Natur. Das zeigen etwa Befunde, dass alleine schon der Anblick eines Naturfotos zu Entspannungsreaktionen führen kann. In diesem Vortrag wird ein Überblick darüber gegeben, welche Effekte Natur und Naturerleben auf unsere Wahrnehmung, unsere kognitiven Leistungen und auf unser Wohlbefinden haben - und welche psychologischen Prozesse hinter diesen Effekten liegen können.

15.11.2018 Addictive media use: Etiological models and underlying psychological processes (Maèva Flayelle,Université du Luxembourg)   

In today’s media rich environment, where media content is easily accessible and almost always available independent from time and place, an increasing number of media options appear to pose a big challenge for users’ self control. In parallel, labelling excessive-like recreational behaviors as behavioral addictions has never been more pervasive (e.g., Facebook addiction, problematic Tinder use, Selfitis…). This presentation aims to provide students with basic insights allowing for a conceptualization of behavioral addictions that goes beyond misguided shortcuts, based on a psychological processes-based perspective which, alone, is liable to make possible a genuine understanding of these conditions. Problematic video gaming and TV series binge-watching will be discussed for illustration purposes.

22.11.2018 Emotional difficulties in people with Autism Spectrum Disorder (Andreia Costa, Université du Luxembourg)   

Emotions are fundamental to our lives. They organize our daily functioning, they prepare us to respond to threats, and they are the basis of our social interactions. Emotions are, thus, tightly connected to our health and well-being. However, people with autism spectrum disorder (ASD) have emotional difficulties that place them at risk for severe mental health disturbances such as depression and anxiety, which can lead to problems on social competence, peer acceptance, and adaptive development. In this lecture, we will talk about the emotional difficulties people with ASD face, the impact these have in their mental health and well-being, and how emotional abilities can be taught to them.

29.11.2018 Langzeitkonsequenzen elterlicher Scheidung für die Gesundheit im jungen Erwachsenenalter (Violetta Schaan, Université du Luxembourg)   

Aufgrund der steigenden Scheidungsraten, stehen immer mehr Kinder vor der Herausforderung die Scheidung ihrer Eltern zu verarbeiten. Bisherige Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Kinder geschiedener Eltern häufiger psychologisch und körperliche Beschwerden berichten als Kinder von Eltern die zusammenleben. Allerdings ist noch weitgehend ungeklärt, welche Prozesse am Zusammenhang zwischen elterlicher Scheidung und Gesundheit beteiligt sind. In diesem Vortrag werden Studien vorgestellt, die den Zusammenhang von frühkindlichem Stress und Gesundheit im Erwachsenenalter untersuchen.

06.12.2018 Atypische Sexuelle Interessen und Gesundheit - Neue Forschungsergebnisse am Beispiel sexueller Interessen an Minderjährigen bei Straftätern und in der Allgemeinbevölkerung (Alexander F. Schmidt, Universität Mainz)   FÄLLT LEIDER AUS

Im Vortrag werden Implikationen aus verschiedenen Definitionsversuchen der aktuellen und geplanten Revisionen der operationalisierten diagnostischen Klassifikationssysteme sowie empirischer Untersuchungen zu atypischen sexuellen Interessen in der Allgemeinbevölkerung vorgestellt. Speziell am Beispiel sexueller Interessen an Kindern werden neuere Befunde aus umfangreichen Untersuchungen der männlichen Allgemeinbevölkerung zum Zusammenhang mit Leidensdruck, Therapiebedürfnis, und sexuellem Kindesmissbrauch dargestellt und mit dem psychotherapeutischen Behandlungsangebot verglichen. Eine zentrale Rolle werden dabei Zusammenhänge mit wahrgenommenem Stigmatisierungsstress einnehmen und daraus resultierenden Implikationen für die sekundär- und Tertiärprävention von sexuellem Kindesmissbrauch einnehmen.