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Die Universität nimmt Supercomputer AION offiziell in Betrieb

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Veröffentlicht am Mittwoch, den 10. November 2021

Die Universität Luxemburg hat ihren Hochleistungscomputer AION (High Performance Computer, HPC) offiziell auf dem Campus Belval eingeweiht. Der neue Supercomputer bietet den Forschern und Partnern der Universität nun erstklassige Unterstützung.

Der Supercomputer wird Forschung und Innovation auf der Grundlage intensiver Berechnungen und groß angelegter Datenanalysen ermöglichen, insbesondere in den Bereichen Informatik, Materialphysik, Biomedizin und Biowissenschaften, Kryptologie und künstliche Intelligenz, aber auch digitale Geschichte oder sozioökonomische Simulationen.

Prof. Jens Kreisel, Vizerektor für Forschung der Universität, betont, dass der neue HPC ein wichtiges Element zur Umsetzung der ambitionierten Digitalstrategie der Universität sein wird. „Exzellente Forschung und Lehre brauchen exzellente Forschungsinfrastrukturen. Mit AION festigt die Universität ihre Position als internationaler Spitzenreiter im HPC-Bereich, erhöht weiterhin ihre Attraktivität für begehrte akademische Mitarbeiter, Experten und Studenten und vergrößert dadurch Luxemburgs Talentpool.

High Performance Computing als strategische Priorität

„High Performance Computing und Datenanalyse sowie künstliche Intelligenz sind heute Eckpfeiler der europäischen, nationalen und universitären Strategien“, erklärt Prof. Pascal Bouvry, Sonderberater des Rektors für HPC. „Die neuen Generationen von Supercomputern in Verbindung mit dem vorhandenen hochqualifizierten Fachwissen auf diesem Gebiet werden neue Entdeckungen ermöglichen. Die Universität Luxemburg beteiligt sich in Zusammenarbeit mit LuxProvide und Luxinnovation am nationalen HPC-Kompetenzzentrum, ist Teil des EuroHPC-Netzwerks und hat eine de facto solide strategische Position in diesem Bereich geschaffen.”

An der Universität unterstützt diese wachsende zentrale Einrichtung die Umsetzung der Digitalen Strategie der Universität und ihres langfristigen strategischen Rahmens (Strategy Framework 2020-2039).

Die Inbetriebnahme von AION fällt zeitlich zusammen mit dem jüngst angekündigten neuen European Master in High Performance Computing. Dieser startet im September 2022 als erster paneuropäischer HPC-Masterstudiengang und wird von der Universität Luxemburg koordiniert.

Ein beeindruckendes Instrument

AION ist ein Atos/Bull-Supercomputer, der aus 318 Rechnerknoten (mit AMD-Prozessoren der neuesten Generation), insgesamt 40704 Rechnerkernen und 81408 GB RAM besteht, mit einer Spitzenleistung von etwa 1,70 PetaFLOPS.

„Die Einrichtung dieser leistungsstarken Maschine und des dazugehörigen Ökosystems verzögerte sich als direkte Folge der COVID-19 Pandemie um ein Jahr“, kommentiert Dr. Sébastien Varrette, HPC-Manager an der Universität. „Die Installation des Supercomputers war ein langer Weg mit vielen Testphasen. Wir sind jetzt sehr stolz auf dieses neue Instrument, den leistungsstärksten Supercomputer, den die Universität jemals eingesetzt hat! Dies wäre ohne die Unterstützung von vielen Beteiligten innerhalb der Universität und bei Atos nicht möglich gewesen. Ich möchte ihnen dafür meinen Dank aussprechen“.

In Kombination mit dem bisher existierenden Supercomputer Iris erreicht der neue AION HPC der Universität eine kumulierte Rechenkapazität von 2,8 PetaFLOPS bei einer gemeinsamen Speicherkapazität von 10 PetaByte.