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Jahresbericht 2015: Universität stärkt ihre Rolle als Botschafterin

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Veröffentlicht am Mittwoch, den 08. Juni 2016

Die Universität Luxemburg hat im vergangenen Jahr international deutlich an Bekanntheit gewonnen. Dazu trugen hohe Leistungen und Auszeichnungen von Forschern und Studierenden ebenso bei wie die Platzierung unter den besten 200 Universitäten der Welt im „Times Higher Education World University Ranking 2015“. Rektor Rainer Klump zieht eine positive Bilanz: „Wir haben die Entwicklung der Universität mit Erfolg vorangetrieben. Sie ist heute die internationalste Forschungsuniversität Europas und eine wichtige Botschafterin des Groβherzogtums weit über akademische Kreise hinaus.“

Insgesamt warben die drei Fakultäten der Universität und ihre zwei Interdisziplinären Zentren (LCSB und SnT) letztes Jahr rund 41 Millionen Euro an Drittmitteln ein, was 20 Prozent des Gesamthaushaltes von rund 204 Millionen Euro entspricht. Allein 29 Millionen Euro der Drittmittel kamen vom „Fonds National de la Recherche“ (FNR). Hohe Drittmittel und gute Bewilligungsquoten gelten als Indikator von Forschungsqualität. Besonders stolz ist man an der Universität darum auch auf die 16 Forschungsprojekte mit Beteiligung der Uni und einem Gesamtvolumen von über zehn Millionen Euro, die die Europäische Kommission in ihrem „Horizon2020“-Forschungsprogramm 2015 bewilligte.

An besonderen Auszeichnungen bleibt das mit zwei Millionen Euro dotierte Exzellenzprojekt des Europäischen Forschungsrates für den Physiker Prof. Dr. Jan Lagerwall in Erinnerung. Geschichtsstudierende unter Leitung von Prof. Dr. Benoît Majerus gewannen zudem den Jugendkarlspreis für ihr Twitter-Projekt über den Ersten Weltkrieg. Weitere Meilensteine waren die in 2015 besiegelten Forschungsabkommen mit zwei amerikanischen Eliteuniversitäten: mit der University of California, Berkeley (UC Berkeley) sowie mit dem „Massachusetts Institute of Technology“ (MIT) zum Aufbau eines Forschungs- und Ausbildungszentrums in Logistik.

Neuer Rektor, neuer Campus, neue Strategie

Für die rund 1 600 Beschäftigten stand das Jahr 2015 im Zeichen des Wandels: Das erste Jahr unter dem neuen Rektor Rainer Klump brachte viele neue Initiativen sowie den Startschuss zur Ausarbeitung einer neuen Zehnjahresstrategie mit sich. Diese wurde nun vor wenigen Tagen von Universitätsrat und Aufsichtsrat angenommen. „Wir wollen Luxemburgs Universität zur Europäischen Modelluniversität des 21. Jahrhunderts machen und in zehn Jahren auf die Liste der zehn besten jungen Unis der Welt schaffen“, erläutert Rektor Rainer Klump die Vision. Sie basiert vor allem auf der Digitalisierung in Forschung, Lehre und Verwaltung, der Stärkung der internationalen und europäischen Mission und der weiteren Vernetzung mit Luxemburgs Gesellschaft und Wirtschaft.

Kraftakt des Jahres aber war der gelungene Umzug von Limpertsberg und Walferdingen auf den neuen Forschungs- und Innovationscampus Belval. Rund 900 Unibeschäftigte arbeiten und 2 000 Menschen studieren dort. Nächste Etappen sind die Ankunft von tausend Studenten aus den Fachbereichen Recht, Wirtschaft und Finanzen im Herbst 2016 sowie der Umzug der ersten Naturwissenschaftler in die „Maison du Nombre“ in 2017.

Die Studierendenzahlen blieben mit rund 6 200 jungen Menschen aus über hundert Ländern weitgehend stabil. Für sie stehen nun über 800 Zimmer zur Verfügung, 112 Wohneinheiten davon kamen neu hinzu. Ein neues Webportal, mit dem Studierende ihren Vorlesungsplan und Rauminformationen online auf dem Smartphone abrufen können, wurde im vergangenen Herbst eingeführt und soll den Alltag erleichtern.

Die Meilensteine 2015 sind nachzulesen im Jahresbericht der Universität (PDF), der sich in neuem Look präsentiert und ein lebendiges Porträt der Institution und ihrer Mitarbeiter zeichnet.