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243.887 € für Forschung über Darmkrebs

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Veröffentlicht am Donnerstag, den 30. April 2015

Prof. Dr. Serge Haan von der Uni Luxemburg und seine Mitarbeiterin, Dr. Élisabeth Letellier, untersuchen die Rolle von Stammzellen von Darmtumoren. Zur Unterstützung ihres Forschungsvorhabens überreichte Dr. Carlo Bock, Präsident der Fondation Cancer, gemeinsam mit Direktorin Martine Neyen den Wissenschaftlern im Beisein von Prof. Dr. Rainer Klump, dem Rektor der Uni Luxemburg, einen Scheck in Höhe von 243.887 Euro.

In der Erforschung von Darmkrebs spielen Krebs-Stammzellen eine bedeutende Rolle, die die Invasion von Tumoren und in der Folge das Auftreten von Metastasen begünstigen. Diese Zellen haben unter anderem die Eigenschaft, resistent gegenüber konventionellen Therapien wie der Chemotherapie zu sein. Darum ist es wichtig, Therapieansätze zu entwickeln, die speziell auf diese Zellen abzielen. Dazu muss man sie zunächst identifizieren.

In der ersten Phase ihres Forschungsprojekts haben Prof. Dr. Serge Haan von der Uni Luxemburg und seine Mitarbeiterin, Dr. Élisabeth Letellier, eigene Kulturen von Krebs-Stammzellen angelegt, die mit den verschiedenen Darmkrebsstadien korrespondieren. Sie fanden heraus, dass die genetische Signatur dieser Zellen es erlaubt, die Entwicklung der Krankheit bei dem jeweiligen Patienten vorherzusagen. Dieses Forschungsergebnis wurde in dem renommierten 'British Journal of Cancer' veröffentlicht.

Phase 2

In der zweiten, ebenfalls von der Fondation Cancer unterstützten Phase des Projekts mit dem Titel 'Influence of hypoxia on colon cancer stem cells: relevance of epigenetics and metabolomics - Phase 2' zielen die Wissenschaftler darauf ab, die Beteiligung der Krebs-Stammzellen an der Entwicklung und dem Fortschreiten von Darmkrebs noch besser zu verstehen.

Sie haben in der Vergangenheit bereits belegen können, dass ein Milieu der Sauerstoffunterversorgung, wie es oft bei soliden Tumoren der Fall ist, das Verhalten von Krebs-Stammzellen negativ beeinflusst, indem diese sich aggressiver verhalten. Nun haben die Forscher so genannte miRNAs identifiziert, winzige Moleküle, die als Initiatoren dieses Effekts fungieren. Haan und Letellier sind dabei, die Rolle der verschiedenen miRNAs zu untersuchen.

Langfristig hoffen sie, dass Therapien entwickelt werden können, die der Auswirkung von Krebs-Stammzellen entgegenwirken.

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Siehe auch: Molecular Disease Mechanisms.

Foto, v. Links: Dr. Élisabeth Letellier und Prof. Dr. Serge Haan