Der Jugendmobilität in Europa auf der Spur
Veröffentlicht am Dienstag, den 21. April 2015
Wie kann Mobilität für die sozio-ökonomische und persönliche Entwicklung junger Menschen positiv sein? Welche Faktoren verhindern das und welche fördern sie? Das sind Fragen, die im Forschungsprojekt „Mapping mobility – Pathways, institutions and structural effects of youth mobility in Europe“ (MOVE) behandelt werden. MOVE untersucht die grenzüberschreitende geographische Mobilität der 18- bis 29-Jährigen in der Europäischen Union. Das neue Drei-Jahres-Projekt, finanziert vom EU-Programm „Horizon 2020“, will mittels eines Surveys und Fallstudien die Mobilitätsmuster junger Menschen nachzeichnen und Beispiele guter Praxis herausfinden. Dabei werden die Auswirkungen von Mobilität und Migration in einigen geografischen Regionen sowie auf Familien- und soziale Netzwerke untersucht. Das im Mai 2015 startende Projekt wird verschiedene Mobilitätsformen umfassen wie beispielsweise Studentenmobilität zwecks Hochschulbildung, grenzüberschreitender Freiwilligendienst, Mobilität in Beruf und Berufsausbildung, Schüleraustausch und unternehmerische Mobilität. Über die aktuellen Forschungsergebnisse hinaus„Die Entscheidung, von einem Land ins andere zu ziehen, wird von mehreren Faktoren beeinflusst, wie etwa dem sozialen Hintergrund einer Person, einschließlich geschlechtsspezifischer Zwänge und Möglichkeiten, Migrationshintergrund, körperliche oder geistige Beeinträchtigungen, soziale Beziehungen, institutionelle Rahmenbedingungen sowie Lern-, Arbeits- und Lebensformen. Unter Berücksichtigung all dieser Einflüsse wollen wir die komplexen Mobilitätsformen junger Menschen besser verstehen“, sagt Prof. Dr. Ute Karl, Professorin für Soziale Arbeit an der Universität Luxemburg und Leiterin des MOVE-Projekts. „Die Mehrheit der bereits existierenden Untersuchungen geht davon aus, dass Mobilität für junge Menschen von Vorteil ist. MOVE geht über die Ergebnisse des aktuellen Forschungsstands hinaus und fragt, wie Mobilität sowohl auf persönlicher oder familiärer als auch sozioökonomischer Ebene 'gut' sein kann“, so Prof. Dr. Karl. Die Ergebnisse dieser Forschung sollen helfen, die institutionellen, rechtlichen und programmatischen Mobilitätsbedingungen zu verbessern sowie Länder, die vor großen Herausforderungen aufgrund geographischer Mobilität von jungen Beschäftigten stehen, zu beraten. Koordiniert von der Universität LuxemburgUnter der Leitung der Universität Luxemburg arbeiten in diesem Projekt Forscher aus neun Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen:
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