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Die UniGR will eine der ersten europäischen Universitäten werden

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Veröffentlicht am Mittwoch, den 30. Mai 2018

Die Universität der Großregion (UniGR) hat ihre Absicht und ihr Potenzial bekannt gegeben, eine der ersten europäischen Universitäten zu werden. Das Netzwerk, das die Universitäten Trier, Lüttich, Lothringen, des Saarlandes, Kaiserlautern und Luxemburg zusammenbringt, hat seine Kandidatur für einen zukünftigen Projektaufruf angekündigt und kann sich dabei auf die politische Unterstützung der Regionen stützen.

Mit der Initiative der „Europäischen Universitäten“, gab die Rede von Emmanuel Macron vom 26. September 2017 und die des Europäischen Rates vom 14. Dezember 2017 neue Impulse für den Europäischen Hochschul- und Forschungsraum.

Der Präsident der Französischen Republik hat sich die „Europäische Universität“ als „ein Netzwerk von Universitäten aus mehreren europäischen Ländern“ vorgestellt, die „einen Studienweg einrichten, bei dem Studierende im Ausland studieren und Kurse in mindestens zwei Sprachen belegen werden. Europäische Universitäten sollten Orte der Bildungsinnovation und Forschungsexzellenz werden. Wir müssen versuchen, bis 2024 mindestens zwanzig zu gründen“.

Die „Europäischen Universitäten“, ein zu erarbeitendes Konzept

 

Die Schaffung einer echten „Europäischen Universität“ erfordert einen wirklich integrierten, mehrsprachigen und transnationalen Bereich der Hochschulbildung und Forschung. Die Studierenden sollten in der Lage sein, eine Ausbildung oder einen Praktikumsaufenthalt in einer Partnereinrichtung zu absolvieren und an Schulungen in mehreren Sprachen der Europäischen Union teilzunehmen.

Die UniGR betont, dass die Aktivitäten europäischer Universitäten alle universitären Missionen - Lehre, Forschung und Innovation - abdecken und auf dieses Wissensdreieck einwirken muss.

Die Europäische Union wird in den kommenden Monaten ein Projektaufruf zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlichen. Frankreich hat bereits eine Kofinanzierung von französischen Universitäten angekündigt.

Zu den politischen Vertretern, die bereits die Kandidatur der UniGR offiziell unterstützen, zählen der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans, der rheinland-pfälzische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Konrad Wolf, der Minister für Hochschulbildung und Forschung Marc Hansen, Vizepräsident der französischen Region Grand-Est François Werner und der für die Großregion zuständige wallonische Minister René Collin.

Ein Vorläufermodell der Europäischen Universität

Seit 2008 implementiert die UniGR eine gemeinsame Entwicklungsstrategie, um die universitäre Zusammenarbeit zu unterstützen. Der Verbund stützt sich auf starke Trümpfe wie:

  • die geographische Nähe, Multikulturalität und Mehrsprachigkeit;
  • die Tradition der Zusammenarbeit, vertrauensvolle Beziehungen und die gemeinsame Geschichte in der Großregion;
  • eine Erfahrung, die sich auf jahrelange, multilaterale akademische Beziehungen stützt.

„Geographische Nähe, Mehrsprachigkeit, vertrauensvolle Beziehungen und das Teilen einer gemeinsamen Geschichte in der Großregion bilden eine solide Grundlage für die Schaffung einer echten europäischen Universität", erklärt Manfred Schmitt, Präsident der Universität des Saarlandes und Vize-Präsident der UniGR, "unsere Bewerbung wird sowohl ein territoriales Projekt als auch ein echtes europäisches Projekt seint.“

„Wir wollen Studierenden unserer Universitäten die Möglichkeit bieten, echte europäische Bürger zu sein, die sich ihrer Identität und der Stärke Europas bewusst sowie mobil und mehrsprachig sind“, sagt Stéphane Pallage, Rektor der Universität Luxemburg. Dank innovativer Unterrichtsformate, individueller Begleitung und eines Mobilitätsfonds können UniGR-Studierende und Doktoranden auf eine „grenzenlose“ Ausbildung zugreifen.

„Mit ihren grenzübergreifenden Studiengängen und Seminaren sowie gemeinsamen Forschungsprojekten ist UniGR ein grenzüberschreitendes Modell für europäische Hochschulnetzwerke, die für Studierende, Lehrerende und Forschende arbeiten und ihnen einen außergewöhnlichen Mehrwert bieten,“ sagte Pierre Mutzenhardt, Präsident der Universität Lothringen und Präsident der UniGR. Der Verbund, der 2018 sein zehnjähriges Jubiläum feiert, wird im Rahmen des Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen ein Projekt einreichen. Den Begünstigten winkt eine Finanzierung ihrer Projekte über drei Jahre.

Spezifische Projekte der Universität Luxemburg im Rahmen der UniGR sind die Koordination des virtuellen Sprachenzentrums für Studierende, die wissenschaftliche Koordination vom UniGR Center for Border Studies sowie der „Master in Border Studies“, der seit 2017 angeboten wird.

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Universität der Großregion (UniGR)