Ernennung zum Direktor des Instituts für Zeitgeschichte
Veröffentlicht am Mittwoch, den 01. Juni 2016
Der Aufsichtsrat der Universität Luxemburg hat in seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag des Rektorats unter Vorsitz von Prof. Dr. Rainer Klump zugestimmt, den belgischen Professor Andreas Fickers zum Direktor des neuen interdisziplinären Zentrums, dem Institut für Zeitgeschichte, zu ernennen. Diese Ernennung erfolgt aufgrund der Empfehlung eines aus internationalen Experten zusammengestellten Einstellungsausschusses. Sämtliche Kandidaturen, die nach der öffentlichen und internationalen Ausschreibung eingingen, wurden ausführlich von diesem Gremium geprüft. Ein national und international hoch angesehener WissenschaftlerSeit September 2013 bekleidet der 45-Jährige Belgier den Lehrstuhl für Zeitgeschichte und digitale Geschichtswissenschaft an der Universität Luxemburg. Nach dem Studium der Geschichte, Philosophie und Soziologie an der RWTH Aachen und der Université de Reims war Andreas Fickers u.a. wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Museum in München und in Bonn. Nach seiner technikhistorischen Promotion (2002, RWTH Aachen) zur gescheiterten Standardisierung des Farbfernsehens in Europa war er Assistant Professor for Television History an der Universität Utrecht (2003-2007) und Associate Professor for Comparative Media History (2007-2013) an der Universität Maastricht. “Andreas Fickers ist ein national und international hoch angesehener Wissenschaftler. Kurzum: er ist eine hervorragende Besetzung für die Position des Direktors eines neuen Forschungszentrums mit digitalem Fokus", so Rektor Rainer Klump. Das dritte interdisziplinären Zentrum nimmt Formen anNachdem die Universitätsgremien ihr grünes Licht gegeben haben, wird die formelle Ernennung durch den Aufsichtsrat der Universität Luxemburg, so wie es das Hochschulgesetz vorsieht, noch vor dem Sommer erfolgen. Unter Vorbehalt der Zustimmung durch den Hochschulminister, wird Prof. Dr. Andreas Fickers daraufhin sein Amt zum 1. September 2016 antreten. Das Mandat beträgt fünf Jahre. Die Forschungsschwerpunkte des dritten interdisziplinären Zentrums der Uni werden die Luxemburger Zeitgeschichte, die Geschichte der Europäischen Integration sowie die digitale Geschichtsforschung sein. Der Fokus auf digitale Geschichte ist eingebettet in den Ausbau der „Digital Humanities“ an der Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften und profitiert gleichzeitig von der Integration des „Centre Virtuel de la Connaissance sur l’Europe“ in die Universität. Gleichermaßen werden so die Forschungsschwerpunkte der Luxemburger Zeitgeschichte und der Europäischen Integration durch die Eingliederung der Forschungsaktivitäten des „Centre de Documentation et de Recherche sur la Résistance“, des „Centre de Documentation et de Recherche sur l’Enrôlement forcé“ sowie des „Centre d’études et de recherches européennes Robert Schuman“ in die Universität Luxemburg bereichert. Zu den Hauptaufgaben des zukünftigen Direktors des Instituts für Zeitgeschichte zählen die Ausarbeitung eines detaillierten Konzepts zum zukünftigen Forschungsprofil des Zentrums sowie damit verbundene strukturelle und personelle Entscheidungen, dies in Zusammenarbeit mit dem Rektor der Universität Luxemburg. © Michel Brumat / Universität Luxemburg |
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