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Fakultät für Rechts – Wachstum und Erneuerung

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Veröffentlicht am Dienstag, den 12. Juli 2016

Die Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften der Universität Luxemburg hat im Laufe des zu Ende gehenden akademischen Jahres auf Innovation und Erneuerung gesetzt, um mit neuen Forschungsschwerpunkten und Partnerschaften die Grundlage für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.

Mit dem Luxembourg Centre for Logistics and Supply Chain Management konnte ein neues Fachgebiet erschlossen werden, das sich nahtlos in das Profil der Fakultät einreiht und gleichzeitig dem Anspruch an relevante und praxisnahe Forschung gerecht wird. Der Aufsichtsrat der Universität Luxemburg hat erst kürzlich der Ernennung von Professor Binyamin Mantin zum Direktor des Luxembourg Centre for Logistics and Supply Chain Management für die kommenden zwei Jahre durch das Rektorat zugestimmt. Zudem sind bereits die Vorbereitungen für den neuen Master in Logistics and Supply Chain Management angelaufen. Eine Konferenz im Juni brachte erstmals Professoren der Universität Luxemburg und der Partneruniversität Massachusetts Institute of Technology sowie Vertreter der Industrie und der Regierung zusammen, um weiter über die Ausrichtung des neuen Centres zu beraten, das eine wichtige Rolle im weiteren Ausbau dieses Wirtschaftssektor spielen soll.

Neue Forschungsbereiche und Partnerschaften

Innovation in der Forschung schlägt sich auch in anderen Bereichen nieder, so z. B. durch die strategische Neuorientierung der Luxembourg School of Finance (LSF). Um den Wandel am Finanzplatz zu reflektieren, wird unter der neuen Leitung von Prof. Dr. Jang Schiltz verstärkt auf Themen in den Bereichen Risikobewertung, alternative Investments und FinTech gesetzt. Besonders im Bereich FinTech soll dabei vermehrt interdisziplinär an der Fakultät geforscht werden. So befassen sich Forscher des „ Research Unit in Law“ z. B. mit dem rechtlichen Rahmen verschiedenster Aspekte digitaler Finanzen befasst. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Stiftungslehrstuhl ADA Chair in Financial Law (Inclusive Finance), der in diesem Jahr unter Prof. Dr. Dirk Zetzsche seine Tätigkeit aufgenommen hat und sich unter anderem mit Themen wie digitalen Finanzdiensleistungen in Entwicklungsländern auseinandersetzt. Das Anfangsdatum für ein zusätzliches Weiterbildungsprogramm unter der Leitung des Lehrstuhls, dasCertificate in Law and Regulation in Inclusive Finance, wird derzeit festgelegt.

Das Vertrauen der Luxemburger Wirtschaft in die Fakultät wurde weiterhin bestätigt durch die Erneuerung des SES Chair in Space, Satellite Communications and Media Law, der sich unter Prof. Dr. Mahulena Hoffmann maßgeblich an der Entwicklung des gesetzlichen Rahmens für Luxemburgs Erforschung des Asteroidenbergbaus als neuem Wirtschaftssektor beteiligt. Die Fakultät will auch hier die Rolle der Universität Luxemburg in ihrer Unterstützung der Luxemburger Wirtschaft in Wachstum und Erneuerung erfüllen. Im Rahmen einer Überarbeitung der Statuten der Fakultät soll hierbei in zunehmendem Maße auf Förderung durch den Privatsektor gesetzt werden. Ein geplantes Outreach Centre wird eine tragende Rolle spielen, um neue Partnerschaften in der Industrie und am Finanzplatz zu entwickeln.

Europäische und internationale Dimension

Auch auf europäischer und internationaler Ebene haben sich neue Forschungsgebiete und Partnerschaften eröffnet. Durch das „Robert Schuman Institute for European Affairs“ wurde in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften (FLSHASE) und durch Fördergelder der Europäischen Kommission ein neues Exzellenzzentrum geschaffen. Zudem wurde mit Migrationsforschung ein weiterer wichtiger Schwerpunkt gesetzt, der in Zukunft interdisziplinär ausgebaut werden soll. Im Rahmen neuer Kooperationsabkommen konnten drei renommierte Hochschulen in Brasilien in das Netzwerk der internationalen Partner für Austausch in Forschung und Lehre mit aufgenommen werden – die Universität von São Paulo, Insper in São Paulo und Ibmec in Rio de Janeiro. Diese schließen sich Partnerschaften mit Universitäten in den USA, Kanada, Russland, Indien, China, Mali und Laos an.

Wachstum und Erneurung an der Fakultät spiegeln sich allerdings nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Lehre wider. Die Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften hat Ende 2015 als erste Fakultät an der Universität Luxemburg ein internationales Akkretitierungsverfahren für fünf Masterstudiengänge erfolgreich abgeschlossen. Die Umstrukturierung der drei Masterstudiengänge in Rechtswissenschaften in sechs hochspezialisierte Master of Laws (LL.M.) Programme soll auch hier zu einer erfolgreichen Akkreditierung führen. Das Angebot an praktischer Lehre ist besonders in den Masterstudiengängen ausgereift, so z.B. durch die Clinique du Droit und die erfolgreiche Teilnahme von Studierenden an internationalen Moot Court Wettbewerben, unterstützt durch Clifford Chance.

Ab Herbst 2016 werden die drei Bachelorstudiengänge der Fakultät in Belval unterrichtet. Die Pläne für eine neue Struktur am Standort des Campus Kirchberg, die die drei Forschungseinheiten der Fakultät zusammenbringen wird, bleiben weiterhin bestehen. Der neue Campus Kirchberg soll langfristig die Entwicklung der Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften in Mitten des Finanzplatzes, der Luxemburger Wirtschaft und der europäischen Institutionen stärken.

 

Bildzeile: Stefan Braum, Dekan der Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften, © Michel Brumat / Universität Luxemburg