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GR-Atlas 2.0 – neue Kartentechnologie für den Atlas der Großregion

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Veröffentlicht am Mittwoch, den 28. November 2018

Der erneuerte Atlas der Großregion (GR-Atlas) ist eine interaktive thematische Landkartensammlung für die Großregion SaarLorLux, diesowohl Wissenschaftlern als auch Schulen, Bewohnern und Touristen zugutekommt.

Der GR-Atlas wurde erstmals 2009 als Forschungsprojekt von Prof. Michel Pauly und Projektpartnern online gestellt und ist ein Geographisches Informationssystem im Internet (WebGIS). Der Atlas kann auf Deutsch oder Französisch benutzt werden. Der interaktive Kartenteil beinhaltet zurzeit rund 50 thematische Karten mit einem verlinkten Textteil.

Der interdisziplinäre Atlas umfasst ein breites Themenspektrum, vom Naturraum über Geschichte, Wirtschaft, Gesellschaft, Verkehr bis hin zur Religion, und beinhaltet auch originelle Themen wie den Tanktourismus oder die Wahrnehmung der Großregion in den Medien. Auf einer Karte können Nutzer eine Kategorie auswählen. Die Standorte dieser Kategorie werden auf der Karte angezeigt, und Icons geben entsprechende Information, historische Daten und Webseiten-Links an.

Als Highlight kann man die zeitgesteuerten Karten bezeichnen, die die chronologische Entwicklung eines Phänomens darstellen; das gilt etwa für die Verschiebung der Grenzen von 1815 bis heute oder für die Entwicklung des Eisenbahnnetzes, jeweils in der gesamten Großregion.

Die interaktive Kombination von verschiedenen Karten ermöglicht es, Zusammenhänge zu erkennen, die vorher kaum aufgefallen waren.

Auffrischung durch die Nutzung neuer Technologien

„In den letzten Jahren haben auf dem Feld der interaktiven Kartographie große Veränderungen stattgefunden, maßgeblich getrieben durch die ständige Weiterentwicklung von Google Maps“, erklärt Malte Helfer, Koordinator des Projektes an der Universität. „Daher wurde 2017/2018 der Kartenteil des GR-Atlas auf eine völlig neue technische Grundlage gestellt.“

Die Nutzung der atlasFX-Technologie des Trierer GIS-Unternehmens alta4 kommt den Gewohnheiten der Nutzer mit einer intuitiven, am GoogleMaps-Standard orientierten Benutzeroberfläche entgegen. Mindestens genauso wichtig ist die durch die Umstellung ebenfalls gewonnene Sicherheit, die interaktiven kartographischen Daten im Internet langfristig nutzen zu können.

Was ist neu?

Die wesentlichen Neuheiten des GR-Atlas 2.0 sind:

  • eine intuitive Benutzeroberfläche, die erste Informationen oder Bilder bereits beim Überfahren mit der Maus zeigt;
  • Trennung der Karten nach Themenbereichen, um die Ladezeit zu beschleunigen;
  • Einbindung mehrerer Grundkarten von der physischen Karte bis zum Satellitenbild;
  • ein neu entwickeltes Tool für zeitgesteuerte interaktive Karten; der Nutzer kann mit einem Schieber entweder einen Zeitpunkt wählen, oder die Zeit ablaufen lassen;
  • einstellbare Transparenz verschiedener Kartenebenen. Dies ermöglicht es historische Karten mit der aktuellen Karte oder dem Satellitenbild zu vergleichen;
  • gezielte Verlinkung einzelner Karten oder Kartenausschnitte aus dem Textteil heraus.

Das nächste Ziel für den GR-Atlas ist eine Modernisierung des Textteils.

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