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„LALA“: Ein Leseförderprogramm für Vorschulen

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Veröffentlicht am Mittwoch, 04. April 2018

Forscher der Universität Luxemburg haben ein wissenschaftlich erprobtes Leseprogramm für Vorschulen entwickelt, das Lernschwierigkeiten bei Kindern vorbeugen und ihnen so bessere Startchancen für die Schullaufbahn geben will.

Jedes Jahr werden in Luxemburg rund 5.000 Kinder neu in die Vorschule („Spillschoul“) aufgenommen. Studien zeigen, dass fast die Hälfte der Kinder im Alter von neun Jahren in der Lesekompetenz die nationalen Bildungsstandards nicht erreicht.

Forscher der Universität Luxemburg haben nun ein Präventionsprogramm entwickelt, mithilfe dessen Lernschwierigkeiten vermieden werden können, bevor es überhaupt dazu kommt. Dieses Programm, genannt „LALA - Lauter lëschteg Lauter“, wurde für den ersten Schulzyklus entwickelt.

Es besteht aus kleinen Sprachspielen und Aktivitäten, die der Lehrer mehrmals pro Woche mit seiner Klasse durchführen kann. Im Mittelpunkt steht dabei der Papagei Lala, der die Kinder im Klassenraum besucht. Alle Materialien und Aktivitäten stützen sich auf neueste Forschungsergebnisse und berücksichtigen den luxemburgischen Schulkontext sowie die mehrsprachige Schülergemeinschaft.

„Noch bevor Kinder die Primärschule besuchen, müssen sie Kompetenzen entwickeln, die ihnen später das Lesen erleichtern werden. Mit den richtigen Methoden kann man diese sogenannten ,Vorläuferkompetenzen‘ bereits in der Vorschule fördern und den Kinder damit helfen, besser lesen zu lernen“, erklärt Prof. Dr. Pascale Engel de Abreu, Studienleiterin der Universität Luxemburg.

Praktisch und wissenschaftlich erprobt

Das Program wurde über die letzten fünf Jahre in luxemburgischen Vorschulen erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Über 200 Kinder und acht Schulen nahmen an der Evaluationsstudie teil. Vier Schulen arbeiteten über zwölf Wochen mit dem LALA-Programm, während vier andere Schulen den normalen Schulprogramm durchführten. Die Ergebnisse waren sehr positiv: Kinder, die am LALA-Programm teilnahmen, entwickelten schneller Vorläuferkompetenzen als die Kinder, die das Programm nicht absolviert hatten.

Ein besonders ermutigendes Ergebnis war den Forschern zufolge, dass auch Kinder mit einem anderen Sprachhintergrund als Luxemburgisch durch das LALA-Programm gute Fortschritte erzielten - obwohl das Programm in Luxemburgisch durchgeführt wurde.

„Ich bemerke, dass die Kinder schon besser zuhören. Auβerdem können sie schneller einen Laut in einem Wort lokalisieren oder ein Wort buchstabieren“, berichtet Nancy Kreis, Lehrerin im 2. Zyklus, deren Schüler im vorigen Jahr mit dem LALA- Programm arbeiteten.

Die Forschungsversion des Lala-Programms ist abgeschlossen. Zurzeit arbeiten vier Schulen mit der LALA Forschungsversion. Das Program wurde unterstützt durch den Lions Club Mondorf-les-Bains und den Fonds National de la Recherche (FNR), „Ich freue mich dass der FNR uns jetzt dabei unterstützt um neueste Forschungsergebnisse einzubauen, so dass LALA in naher Zukunft in allen luxemburgischen Vorschulen genutzt werden könnte,“ erklärt Prof. Dr. Engel de Abreu.