Marie-Curie-Programm unterstützt Doktoranden in Krebsforschung
Veröffentlicht am Mittwoch, den 22. Juli 2015
Zusammen mit 17 Partnern hat die Forschungseinheit Biologie (Life Sciences Research Unit LSRU) der Universität Luxemburg ein internationales Trainingsnetzwerk für junge Krebsforscher mit-konzipiert und sich damit bei der sehr anspruchsvollen Marie-Curie Ausschreibung der Europäischen Kommission beworben – mit Erfolg! Mit über 3 Millionen Euro fördert die EU das „MEL-PLEX“-Netzwerk, rund 500.000 Euro davon gehen an die Universität Luxemburg. Damit werden vor allem zwei der insgesamt 15 teilnehmenden Doktoranden finanziert, die hauptsächlich an der Universität Luxemburg tätig sein werden, sowie ihre Forschungsarbeiten und Forschungsaufenthalte bei Projektpartnern in Europa, den USA und in Israel. Vor kurzem nahmen die beiden jungen Wissenschaftler ihre Arbeit auf. MEL-PLEX - ein Netzwerk aus Unis, Kliniken und UnternehmenDas Marie Skłodowska-Curie Programm finanziert Ausbildungsnetzwerke für junge Forscher mit einem besonderen Fokus auf internationaler Mobilität. „Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt mit 98 Punkten von 100 ausgezeichnet bewertet wurde! Das Rennen ist bei dieser Ausschreibung so eng, dass viele exzellent bewertete Projekte noch abgelehnt werden“, so Professor Dr. Thomas Sauter, Professor für Systembiologie an der Universität Luxemburg über die besonders kompetitive Ausschreibung des EU-Programms „Marie Skłodowska-Curie“. MEL-PLEX – Akronym für „Exploiting MELanoma disease comPLEXity to address European research training needs in translational cancer systems biology and cancer systems medicine“ – wird von Dublin aus koordiniert und verbindet Universitäten, Kliniken und Unternehmen aus elf Ländern, darunter Belgien, Luxemburg, Irland, Dänemark, Israel und die USA. Alle forschen über Hautkrebs: „Das ist die Krebsart, die am schnellsten zunimmt, vor allem in der EU und den USA“, erklärt Prof. Sauter. „Wenn er zu spät entdeckt wird, verläuft er meist tödlich, da er gegen Chemotherapie weitgehend resistent ist und die bisherigen anderen Therapieansätze keinen Durchbruch erzielt haben“. Die Suche nach besseren Früherkennungsmethoden, sowie alternativen Therapien sei deshalb besonders dringlich. Dafür sei eine gute Vernetzung zwischen unterschiedlichen Forschungsgebieten sowie mit Unternehmen unerlässlich: „Herausforderungen wie diese, die mit komplexen Netzwerken und großen Datensätzen zu tun haben, werden wir nicht alleine lösen können. Da müssen unterschiedliche Fächer zusammenwachsen“. Maβgeschneiderte AusbildungDas Training der beiden aus 350 Bewerbern ausgewählten Doktoranden wird international, interdisziplinär und intersektoriell.
Begleitet wird ihr Training alle sechs Monate durch einwöchige Seminare zu Zeitmanagement, Datenanalyse oder etwa Mikroskopie. - - -
Foto, Von links: Von Die beiden Doktoranden Sébastien de Landtsheer und Marco Albrecht mit Prof. Dr. Thomas Sauter, © Université du Luxembourg – Michel Brumat |
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