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Neuer Stiftungslehrstuhl für Kapitalmärkte und Post Trade

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Veröffentlicht am Montag, den 17. Oktober 2016

Die Universität Luxemburg hat zusammen mit sieben Partnern aus dem Finanz- und Rechtsdienstleistungssektor einen neuen Stiftungslehrstuhl, den Chair in Capital Markets and Post Trade gegründet.

Eine permanente Position

Der Stiftungslehrstuhl wird finanziert durch Nachhandelsdienstleister Clearstream, die Europäische Zentralbank, Anwaltskanzlei Allen & Overy, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Deloitte, Investitions- und Bankdienstleistungsunternehmen Brown Brothers Harriman, Privatbank Lombard Odier und Finanzdienstleister State Street Corp. Der Lehrstuhl wird an der Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften angesiedelt sein. Aktivitäten in Forschung und Lehre im Bereich der Kapitalmarktinfrastrukturen, mit einem Schwerpunkt auf Post-Trade Finanzdienstleistungen, werden an der Luxembourg School of Finance in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Research Unit in Law stattfinden. Ein neuer Master in Post-Trade Finance, angeboten an der Luxembourg School of Finance, ist ebenfalls als Teil der Partnerschaft vorgesehen.

Stiftungslehrstuhl für Kapitalmärkte und Post Trade - Partners

Bildzeile: Von links nach rechts: Marc Bayle (ECB), Joseph E. Hendry (Brown Brothers Harriman), Jeffrey Tessler (Clearstream), Stanislas Peel (Lombard Odier), Yves Mersch (ECB), Rainer Klump (University of Luxembourg), Didier Delvaux (State Street), Yves Francis (Deloitte), Stefan Braum (University of Luxembourg), Marc Feider (Allen & Overy), Henri Wagner (Allen & Overy), Marc Robert-Nicoud (Clearstream)

 

Kluft zwischen Praxis und Forschung überbrücken

Der Rektor der Universität Luxemburg, Prof. Dr. Rainer Klump, sagte über das Projekt: „Der Chair in Capital Markets und Post Trade ermöglicht es der Universität ein europäisches Forschungszentrum im Feld der Kapitalmärkte und Post-Trade Finanzindustrie zu werden. In Zusammenarbeit mit dem Finanz- und Rechtsdiensleistungsektor wollen wir die Kluft zwischen Praxis und Forschung überbrücken und unsere Mission erfüllen, die Luxemburger Wirtschaft zu unterstützen und zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit beizutragen.“

„Die EZB hat eine lange Tradition in der Zusammenarbeit mit den Wissenschaften, seien es Wirtschaftswissenschaften oder Recht. Ich begrüße sehr, dass wir durch unseren bescheidenen Beitrag zum neu gegründeten Chair in Capital Markets and Post Trade unser wissenschaftliches Netzwerk um einen sehr innovativen Bereich erweitern. Inmitten der möglicherweise disruptiven Herausforderungen durch den technologischen Wandel, werden solide Forschung und Analyse als auch ein großer Talentepool benötigt um wettbewerbsfähige Exzellentkluster in Zahlungssystemen, Clearing und Abwicklung zu schaffen,” fügte Herr Yves Mersch, Mitglied des Direktoriums der EZB, hinzu.

Herr Jeffrey Tessler, Vorsitzender des Clearstream Aufsichtsrats und Mitglied des Deutsche Börse Vorstands sagte zusätzlich: „Die Zusammenarbeit mit der Universität Luxemburg stellt eine Brücke zwischen Unternehmen und Wissenschaft dar, ein Ausdruck unseres gemeinsamen Engagements für die Zukunft Luxemburgs als Finanzplatz und Exzellenzzentrum. Ich spreche im Namen aller Sponsoren, wenn ich sage, dass wir uns darauf freuen, gegenseitigen Nutzen zu erzielen, wie zum Beispiel durch wegbereitende Forschung in Post-Trade und Kapitalmärkten.“

Der Dekan der Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften, Prof. Dr. Stefan Braum, fügte hinzu: „Der Chair in Capital Markets und Post Trade ist der fünfte Stiftungslehrstuhl an der Fakultät. Wir haben bewiesen, dass wir ein bedeutender Partner für die Luxemburger Wirtschaft sind. Ich freue mich auf den Start dieses neuen Projekts und die Einführung eines neuen akademischen Profils, welches das Forschungsportfolio der Fakultät und die Position der Luxembourg School of Finance im Sektor weiter stärken wird.“

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Weiterführende Links: Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften

Bildzeile: Prof. Rainer Klump, Yves Mersch, Jeffrey Tessler, © Michel Brumat / Universität Luxemburg