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SciTeach Center: Naturwissenschaften in der Grundschule fördern

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Veröffentlicht am Donnerstag, den 21. Januar 2016

Am Donnerstag, den 21. Januar 2016 unterzeichneten Partner aus den Bereichen Bildung, Forschung und Hochschule während einer Pressekonferenz einen Kooperationsvertrag (SciTeach Center) zur Förderung der naturwissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung für Grundschullehrerinnen und -lehrer.

Stellenwert der Naturwissenschaften in der Grundschule erhöhen

Im Rahmen des SciTeach Center-Projekts öffnet an der Universität Luxemburg ein neues Ressourcen-Zentrum. Das Zentrum, das sich in der Maison du Savoir auf Campus Belval befindet, bietet Grundschullehrern Aus- und Weiterbildungskurse für naturwissenschaftlichen Unterricht. Außerdem können Lehrer hier Unterrichtsmaterialien ausleihen.

„Luxemburg hat in den letzten Jahren viel in den Bereichen Forschung und Innovation aufgebaut. Dies ist eine Investition in die Zukunft. Es gilt nun, auch die zukünftigen Generationen für diese Bereiche zu begeistern. Deshalb wollen wir den Stellenwert der Naturwissenschaften in der Grundschule erhöhen“, sagt Marc Schiltz, Generalsekretär des Fonds National de la Recherche (FNR). Der FNR, Initiator des Projekts und Haupt-Sponsor der dreijährigen Pilotphase, setzte bei der Umsetzung von Anfang an auf das „Train-the-Trainers“-Konzept: „Viele Grundschullehrer kamen in ihrer Ausbildung bisher nur wenig mit Naturwissenschaften in Kontakt. Daher die Idee, das Aus- und Weiterbildungsangebot auszubauen“, so Marc Schiltz.

Die Kurse werden vom Institut de formation de l’éducation nationale (IFEN) im Rahmen des „Stage d’insertion professionnelle“ und in der Weiterbildung der Grundschullehrer anerkannt und unterstützt. „Wir freuen uns, den angehenden Lehrern im Rahmen ihres Stage sowie erfahrenen Lehrpersonen im Rahmen der Weiterbildung, Konzepte für pädagogische Konzepte für naturwissenschaftlichen Unterricht anzubieten. Die Kurse werden auf verschiedenen Niveaus stattfinden: Für Einsteiger und für Fortgeschrittene“, sagt Camille Peping, Leiter des IFEN.

Die Universität Luxemburg ist bereits seit einigen Jahren im Bereich der naturwissenschaftlichen Lehrerausbildung aktiv. „Dieses langfristig angelegte Projekt ermöglicht es uns, einen wissenschaftlichen Mitarbeiter unbefristet einzustellen. Dieser soll die Kurse nach dem neuesten Stand der Wissenschaft leiten und mithilfe eines Technikers das Ressourcen-Zentrum aufbauen. Unser Ziel ist es den Lehrern eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen und den bestmöglichen Service zu bieten», erklärt Georg Mein, Dekan an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Luxemburg.

Damit der Praxisbezug zum Alltag der Lehrer garantiert wird, stellt der Service de Coordination de la Recherche et de l'Innovation pédagogiques et technologiques (SCRIPT) zwei Lehrer zu 25% frei, um die Ausbildungskurse mit zu gestalten und durchzuführen. „Dies ermöglicht dem wissenschaftlichen Mitarbeiter an der Universität, auf die Praxiserfahrung von Lehrern zurückzugreifen. Außerdem können so die Lehrer wichtige Erfahrungen und Kontakte sammeln“, sagt Luc Weis, Direktor vom SCRIPT.

„Auf dem Weg hin zu einem international anerkannten Forschungsstandort wollen wir Forschergeist und Wissenschaften von klein auf fördern. Deshalb unterstützen das Forschungs- und Bildungsministerium diese Initiative, welche Grundschullehrern – und somit auch den Kindern – den Zugang zu den Naturwissenschaften erleichtert“, sagt der beigeordnete Forschungsminister Marc Hansen.

Mit dem Kooperationsprojekt SciTeach Center kommen alle beteiligten Akteure ihren jeweiligen Missionen nach:

  • Der FNR trägt mit diesem Konzept maßgeblich zur Förderung der Wissenschaftskultur in Luxemburg bei.
  • Die Universität Luxemburg, indem sie ihre didaktische und wissenschaftliche Expertise mit ins luxemburgische Bildungswesen einbringt.
  • Der SCRIPT und das IFEN helfen die Qualität des Unterrichts zu verbessern, indem pädagogische Forschung ins Bildungswesen und die Weiterbildung der Lehrer einfließt.

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Mitteilung des Fonds National de la Recherche

Bildzeile: Georg Mein, Dekan an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Luxemburg, © Universität Luxemburg 2016