Stiftungslehrstuhl für Stahl und Fassadenbau
Veröffentlicht am Freitag, den 25. September 2015
Der weltweit gröβte Stahlkonzern ArcelorMittal verlängert seine Kooperation mit der Universität Luxemburg und fördert für drei weitere Jahre den Stiftungslehrstuhl für Stahl- und Fassadenengineering am Standort Luxemburg. Kernpunkte der am 24. September 2015 unterzeichneten Vereinbarung sind die Finanzierung und Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte. Das Engagement von ArcelorMittal Luxembourg hat einen Umfang von 350.000 Euro und wurde bis 2019 verlängert. der Stahlproduzent gehört bereits seit 2010 zu den maßgeblichen Wegbegleitern und Unterstützern der Uni Luxemburg.
Die Kooperationsverlängerung wurde gestern in der Maison du Savoir am neuen Campus Belval unterzeichnet. Für die Universität Luxemburg unterzeichneten Rektor Rainer Klump und Aufsichtsratsvorsitzender Marc Jaeger, für ArcelorMittal Luxembourg Vorstandsvorsitzender Michel Wurth und die Geschäftsführerin von ArcelorMittal Luxembourg Valérie Massin. Forschungskooperation für High-Tech-GebäudeDie Forschungsschwerpunkte des Stiftungslehrstuhls von Prof. Dr.-Ing. Christoph Odenbreit, Professor für Stahl- und Stahlverbundbau im Fachgebiet Bauingenieurwesen, werden auch die kommenden Jahre auf die Forschung und Entwicklung von effizienten und nachhaltigen Stahlbaulösungen für High-Tech-Gebäude, Stahlverbundwerkstoffen und Glas gelegt. Mehrere Forschungsprojekte wurden bereits in Kooperation mit ArcelorMittal durchgeführt. Dazu zählen:
Die Ergebnisse des letzten Forschungsprojektes, welches sich mit Stahlverbunddecken beschäftigt, werden in die zukünftige Europäische Normung eingehen. Der Lehrstuhl „ArcelorMittal Chair of Steel and Façade Engineering“ arbeite in Forschungsprojekten zusammen u.a. mit der Universität Bradford, den Technischen Universitäten in Darmstadt und Stuttgart, sowie dem Steel Construction Institute in London. Christoph Odenbreit und sein Team werden weiterhin die Verbindung von Stahl und Glas näher erforschen mit besonderem Augenmerk auf die Optimierung der ArcelorMittal Luxembourg Walzprodukte aus hochfestem Stahl für den Hoch- und Hochhausbau anstreben. Zukünftig werden die Bauteilversuche in der neuen Laborhalle für konstruktiven Ingenieurbau am Campus Belval in Esch/Alzette durchgeführt werden. Die Universität ist die treibende Kraft sowohl wirtschaftlicher als auch sozialer InnovationenFür den Rektor der Universität Luxemburg, Prof. Dr. Rainer Klump, soll der Lehrstuhl ein Kristallisationspunkt für die Luxemburger Industrie im Gebäudemarkt werden. „Wir wollen zukünftige Trends und Entwicklungen gemeinsam erkennen, erforschen und gestalten. Zudem ist es uns ein zentrales Anliegen der Industrie, die Verfügbarkeit von hervorragend ausgebildeten Ingenieuren sicherzustellen.“ Durch diese Förderung kann die Universität Luxemburg ihren Forschungsbereich konstruktiver Ingenieurbau ausbauen sowie durch neue Forschungserkenntnisse stärken. „Das Engagement von Arcelor Mittal Luxembourg gegenüber der Universität Luxemburg ist ein gutes Beispiel für unsere unternehmerische Beteiligung am wirtschaftlichen und sozialen Leben sowie für unser Engagement gegenüber dem Bildungssektor unseres Landes. Wir streben ständig nach architektonischen Innovationen im Stahl- und Stahlverbundbau. Die Zusammenarbeit mit den erstklassigen Forschungsteams von Prof. Dr.-Ing. Christoph Odenbreit sind sehr erfolgsversprechend für die Produktentwicklung.“, unterstreicht Michel Wurth. „Mit ArcelorMittal Luxembourg und der Universität Luxemburg haben sich zwei leistungsstarke Partner gefunden, die Interesse an Innovation und Forschung in der High-Tech Stahlbauweise haben. Diese Forschungskooperation ist zudem für uns eine Chance, die besten Studierenden anzuziehen. Ich freue mich auf drei weitere Jahre vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenwirkens“, erklärt Prof. Olivier Vassart, geschäftsführender Direktor der Forschungs- und der Entwicklungsabteilung für Langerzeugnisse von ArcelorMittal. Die neue Laborhalle am Campus Belval ist bereits fertiggestellt. Im Jahr 2016 soll das Versuchslabor für Stahl und Stahlverbundbau der Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation der Universität Luxemburg auf den Campus Belval umziehen und somit in unmittelbarer Nähe vom Stahlwerk von ArcelorMittal Belval seine Aktivitäten fortsetzen. © Laure Delaporte / Atelier d’Architecture Anthony Bechu Tom Sheehan |
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