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Grand-Prix-Preis 2017 des Institut Grand-Ducal Instituts

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Veröffentlicht am Montag, den 20. November 2017

Der Grand-Prix-Preis 2017 des Institut Grand-Ducal Instituts wurde von einer internationalen Jury an Tonie Van Dam, Vizepräsidentin der Universität Luxemburg und Professorin für Physikalische Geodäsie, verliehen.

Die Jury wählte sie unter sieben Kandidaten aus. Die Wahl fiel auf sie aufgrund ihrer zahlreichen hochrangigen Publikationen und ihrer innovativen Ansätze in der Geodäsie, der Wissenschaft, die sich mit dem Vermessen der geometrischen Gestalt der Erde befasst. Die Preisverleihung fand am 18. November in der Handelskammer Luxemburg statt.

Prof. Tonie Van Dam wurde für ihr Projekt „Absolute Gravity and Surface Displacements in Greenland“ ausgezeichnet. Sie arbeitet mit Daten aus Grönland, um die Veränderungen der Eismasse in der Gegenwart und im Pleistozän zu verstehen. Sie nutzt grundlegende Beobachtungen der Eigenschaften der Erde, um den Klimawandel und die Geodynamik zu untersuchen. Weiterhin hob diese Auszeichnung ihre gesamte wissenschaftliche Arbeit und ihre Leistungen während ihrer Laufbahn hervor. Frau Prof. Van Dam ist Autorin von mehr als 120 nationalen und internationalen Publikationen zu Forschungsthemen wie Klimawissenschaften, Geodynamik und Geophysik. Ihre diversen wissenschaftlichen Aktivitäten wurden durch verschiedene Fonds unterstützt, zum Beispiel durch die Europäische Kommission (Horizon 2020), den Nationalen Forschungsfonds Luxemburg (Fonds National de la Recherche, FNR) sowie ESA Science & Technology (SciTech).

„Die internationale Reputation von Tonie Van Dam manifestiert sich unter anderem in ihren Tätigkeiten in internationalen Gremien. Ihr Forschungsgegenstand in der Geophysik, das Geodäsie, geophysikalischer Modellierung und Klimawandel verbindet, ist sehr klar definiert“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Tonie Van Dam ist Vize-Rektorin für die Promotionsausbildung, Fragen der Gleichstellung und internationale Beziehungen an der Universität Luxemburg. Während ihrer Laufbahn hatte sie Lehrtätigkeiten in verschiedenen Bereichen inne und betreute zahlreiche Doktoranden und Postdoktoranden. „Ich arbeite seit über 17 Jahren in Luxemburg und fühle mich geehrt, diese Anerkennung für die Qualität meiner geodynamischen Forschung vom Institut Grand Ducal zu erhalten. Ich bin dem luxemburgischen Staat sehr dankbar. Durch die Unterstützung der Universität und die Förderung durch den FNR, war ich in der Lage, die Forschung, die ich in den USA begonnen hatte, fortzusetzen“, kommentierte Professor Van Dam.

Eine akademische Auszeichnung für luxemburgische Forscher

In Zusammenarbeit mit dem FNR und einigen privaten Sponsoren zeichnet die Abteilung für Naturwissenschaft, Physik und Mathematik des Großherzoglichen Instituts seit 2010 jedes Jahr einen Forscher für sein Gesamtwerk oder eine außerordentliche Entdeckung aus. Um diesen Preis erhalten zu können, müssen Forscher luxemburgische Staatsbürger sein oder im Großherzogtum Luxemburg forschen bzw. geforscht haben. Dabei sollte der größte Teil ihrer wissenschaftlichen Arbeit und ihrer internationalen Publikationen im Land erfolgt sein. Der Grand-Prix-Preis 2017 im Bereich Geowissenschaften wird vom Unternehmen „Careers FEIDT Inc“ gesponsert.

© Universität Luxemburg, Michel Brumat