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Zwei Forscher der Uni unter den „Highly Cited Researchers 2018“

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Veröffentlicht am Dienstag, den 08. Januar 2019

Die Professoren Stéphane Bordas und Alexandre Tkatchenko der Universität Luxemburg werden auf der von Clarivate Analytics publizierten Liste „Highly Cited Researchers 2018“ unter den einflussreichsten Forschern weltweit geführt.

Prof. Stéphane Bordas

Prof. Alexandre Tkatchenko

Auf dieser Liste wird das oberste Prozent der Forscher geführt, die nach dem „Web of Science“-Zitierungsindex am häufigsten in einem Jahr und einem bestimmten Bereich zitiert wurden und so ihren besonderen Einfluss nachgewiesen haben. Das Ranking 2018 basiert auf Zitierungen von Forscherkollegen im Zeitraum zwischen 2006 und 2016 und umfasst erstmals auch eine fachübergreifende Wertung. Auf dieser renommierten Liste werden fast 6 000 Forscher geführt, 4 000 in 21 Forschungsfeldern und 2 000 in fachübergreifenden Leistungsbereichen.

Zwei Wissenschaftler der Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation (FSTC) der Universität Luxemburg wurden in die Kategorie der weltweit einflussreichsten Wissenschaftler eingestuft: Prof. Dr. Stéphane Bordas in den Bereichen Computerwissenschaft und Ingenieurswissenschaft und Prof. Dr. Alexandre Tkatchenko in der Kategorie fachübergreifende wissenschaftliche Forschung.

Beide Wissenschaftlern haben gemeinsam, dass sie bereits eine Förderung des Europäischen Forschungsrats erhalten haben: Prof. Bordas errang im Jahr 2012 einen „ERC Starting Grant“ und Prof. Tkatchenko erhielt 2017 den „ERC Consolidator Grant“. Darüber hinaus haben beide Wissenschaftler in ihren Forschungsaktivitäten einen multidisziplinären daten- und rechnergestützten Forschungsansatz angewandt: Prof. Bordas arbeitet an der Schnittstelle zwischen angewandter Mathematik und Anwendungen im Bereich Engineering, Medizin und Biologie, während Prof. Tkatchenko die Bereiche Physik und künstliche Intelligenz kombiniert.

Stéphane Bordas, Professor in „Computational Mechanics“ in der Research Unit in Engineering Sciences (RUES), fokussiert seine wissenschaftlichen Aktivitäten auf die Entwicklung datengestützter numerischer Verfahren für Ingenieurswissenschaft und Medizin. Sein multidisziplinärer Ansatz kombiniert mathematische Fähigkeiten mit Informatik-Tools, wobei die praktischen Bedürfnisse und Erwartungen von Ärzten einbezogen werden. Prof. Bordas, der bereits in den Jahren 2015, 2016 und 2017 gelistet war, ist zum vierten Mal im Ranking aufgeführt. „Diese Anerkennung ist eine große Ehre für mich, und ich möchte sie mit allen Kollegen teilen, die fast zwei Jahrzehnte gemeinsam mit mir hart gearbeitet haben. Und ich möchte mich bei ihnen für ihre Energie, ihr Engagement und ihre herausragende Arbeit bedanken. Als Bauingenieur das vierte Mal im Bereich Computerwissenschaft erwähnt worden zu sein, bestätigt die Sichtbarkeit unserer Arbeit in diesem Bereich. Es zeigt außerdem, dass der multidisziplinäre Ansatz einen wichtigen Bestandteil unserer Forschungstätigkeit darstellt“, erläutert Bordas. „Das zweimalige Listing im Bereich Ingenieurswissenschaft ist ein Hinweis darauf, dass unsere Arbeit nicht nur theoretischer Natur ist, sondern auch einen hohen Stellenwert bei der Entwicklung praktischer Engineering-Systeme eingenommen hat.“

Alexandre Tkatchenko, Professor für Physik der kondensierten Materie innerhalb der Physics and Materials Science Research Unit (PHYMS), untersucht die Wechselwirkungen zwischen Molekülen, um deren Eigenschaften besser verstehen und das Verhalten von Materialien vorhersagen zu können. Seine Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf neue Verfahren, die physikalische Modelle mit maschinellem Lernen kombinieren, um neuartige Phänomene in komplexen molekularen Systemen zu entdecken und diese für praktische Probleme einsetzen zu können. Prof. Tkatchenko wurde für seine herausragenden, fachübergreifenden Leistungen gelistet: „Es ist eine große Freude und Ehre, in diesem Ranking aufgeführt zu sein. Es ist eine Anerkennung unserer jahrelangen Anstrengungen und unterstreicht unsere Forschungsleistungen und deren Auswirkungen auf internationaler Ebene. Die Einstufung in diese neue, fachübergreifende Kategorie demonstriert die Interdisziplinarität und den Einfluss unserer Forschungstätigkeit“.

Prof. Jean-Marc Schlenker, Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation (Faculty of Science, Technology and Communication, FSTC), ist sehr stolz auf diesen Erfolg. „Wir beenden 2018 als erfolgreiches Jahr für unsere Fakultät, mit zwei neuen ERC-Stipendien und zwei Mitgliedern der FSTC, die in der „Highly Cited“-Liste von Clarivate Analytics aufgeführt sind. Die sind weitere Hinweise darauf, dass sich die Fakultät zu einem Zentrum für Exzellenz im Bereich naturwissenschaftlicher und technologischer Forschung herausbildet!“