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Prof. Michael Heneka übernimmt Leitung des LCSB

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Veröffentlicht am Mittwoch, den 19. Januar 2022

Prof. Michael Heneka, der im Juli 2021 vom Aufsichtsrat der Universität zum Direktor des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) ernannt wurde, hat sein Mandat angetreten. Er übernimmt die Nachfolge von Prof. Rudi Balling, dem Gründungsdirektor dieses interdisziplinären Zentrums an der Universität seit 2009.

In seiner Neujahrsansprache und ersten Ansprache an die LCSB-Mitarbeiter stellte Prof. Heneka seine Vision für das LCSB vor: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem LCSB-Team, das in etwa einem Jahrzehnt ein Zentrum am Kern der neurowissenschaftlichen Forschung in Luxemburg und international eingerichtet hat. Wir werden gemeinsam die Position des LCSB in den Bereichen Neurowissenschaften, Biomedizin und Systembiologie stärken, die wichtige strategische Säulen für die Entwicklung der Universität darstellen.“ Das LCSB zielt darauf ab, in den nächsten zehn Jahren eines der führenden europäischen Institute für Neurowissenschaften zu werden. Zunächst sind neue Labore im Entstehen, die bis zum Frühjahr 2022 weitere LCSB Forscher aufnehmen sollen.

Neben der Leitung des LCSB wird Michael Heneka auch seine eigene Forschungsgruppe im Bereich Neuroinflammation führen. Diese wird Projekte durchführen um molekulare Mechanismen der Entzündungsregulation bei einer Vielzahl von neurodegenerativen Erkrankungen, wie Alzheimer, besser zu verstehen. Dies wird die Zahl der Forschungsgruppen am LCSB auf 18 und die Zahl der Mitarbeiter auf fast 300 erhöhen. Es wird auch den Fokus des Zentrums auf Hirnerkrankungen und Neurodegeneration verstärken.

Als Professor für Neurowissenschaften wird Michael Heneka die Entwicklung der medizinischen Ausbildung an der Universität Luxemburg unterstützen, und sich auf seine Erfahrung als Direktor der Abteilung für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Professor für Klinische Neurologie an der Universität Bonn verlassen. Er bleibt Adjunct Professor in der Abteilung für Infektionskrankheiten und Immunologie an der University of Massachusetts Chan Medical School.

Das Luxembourg Centre for Systems Biomedicine ist die führende Einrichtung des Landes für systembiomedizinische Forschung. Durch die Zusammenarbeit von Biologen, Medizinern, Informatikern, Physikern, Ingenieuren und Mathematikern entstehen neue Erkenntnisse über komplexe Systeme wie Zellen, Organe und Organismen. Dieses Wissen ist entscheidend für das Verständnis der wichtigsten Mechanismen der Krankheitspathogenese und für die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Mittel. Neurodegenerative Erkrankungen wie die Parkinson-Krankheit, Alzheimer-Krankheit und die Beschreibung von Krankheiten als Vernetzungen stehen im Mittelpunkt der Forschung des LCSB. Das LCSB hat strategische Partnerschaften mit führenden biomedizinischen Labors weltweit und mit allen wichtigen biologischen und medizinischen Forschungseinheiten in Luxemburg aufgebaut. Das LCSB fördert auch die Zusammenarbeit mit Industriepartnern und hat mehrere Spin-off-Unternehmen gegründet, wodurch die Übertragung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in klinische Anwendungen erleichtert wird.

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