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Universität und ArcelorMittal verlängern ihre Kooperation im Stahlbau

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Veröffentlicht am Freitag, den 18. Oktober 2019

ArcelorMittal-Lehrstuhl für Stahlbau

Die Universität Luxemburg und ArcelorMittal einigten sich darauf, ihre Forschungskooperation im Stahlbau fortzusetzen. Der neue Vertrag wurde am 18. Oktober 2019 von Yves Elsen und Stéphane Pallage, dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Rektor der Universität, sowie von Michel Wurth und Valérie Massin, Vorstandsvorsitzender und Country Manager von ArcelorMittal Luxemburg, unterschrieben. Seit 2010 unterstützt das Unternehmen den ArcelorMittal Lehrstuhl für Stahlbau mit insgesamt mehr als 1,6 Millionen Euro.

Serge Haan, Jens Kreisel, Valérie Massin, Christoph Odenbreit, Renata Obiala, Berta Rato, Michel Wurth, Olivier Vassart, Yves Elsen, Stéphane Pallage

High-Tech-Gebäude, hochfester Stahl und umweltfreundliches Bauen

Mit der Förderung kann der Lehrstuhlinhaber Christoph Odenbreit, Professor im Fachgebiet Bauingenieurwesen, seine Forschung zum nachhaltigen und energieeffizienten Bauen weiter vorantreiben. Die Forschungsstelle betreibt ein Labor am Campus Kirchberg, in dem die Eigenschaften von Bauteilen und -materialien analysiert werden. „Einer unserer Schwerpunkte für die nächsten drei Jahre wird darin bestehen, einen Ansatz der Kreislaufwirtschaft für Stahlbauteile stärker zu optimieren und dadurch den CO2 -Fußabdruck im Bauwesen wesentlich zu verbessern“, erklärt Prof.-Ing. Christoph Odenbreit.

Der ArcelorMittal-Lehrstuhl für Stahlbau wird unter anderem an einem modularen Baukastensystem aus Stahlträgern und Verbindern arbeiten, das die Demontage und Wiederverwendung dieser Teile ermöglicht, sobald ein Gebäude das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat. Das erfordert Forschung in verschiedenen Bereichen: die Konstruktion der modularen Bauteile, die bestimmte Tragfähigkeitsanforderungen erfüllen müssen, die Forcierung der Normung von Konstruktionsbauteilen und die Entwicklung digitaler Werkzeuge zur Speicherung des Verlaufs sowie der technischen Spezifikation jedes einzelnen Bauteils. „Im Grunde ist die Lebensdauer von Stahlträgern unbegrenzt. Sie können nach 30 Jahren wiederverwendet werden und weisen bei richtiger Behandlung die gleichen Eigenschaften wie am ersten Tag auf“, so Prof. Odenbreit. „Aber aus Versicherungs- und Sicherheitsgründen ist es wichtig, den genauen Verlauf jedes Bauteils zu kennen. Für ein Gebäude, das z.B aus 4.000 Stahlträgern besteht, benötigt man umfassende und standardisierte Datenbanken.“

„Für ArcelorMittal ist es unerlässlich, von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den erstklassigen Forschungsteams von Prof. Odenbreit zu profitieren, da sie unser eigenes Denken über die zukünftige Bauweise voranbringen. Unser neues Steligence®-Konzept, ein ganzheitlicher Ansatz, der die nächste Generation von Hochleistungsgebäuden und Bautechniken prägt und zu einem nachhaltigeren Lebenszyklus von Gebäuden führt, profitierte von dieser ganzheitlichen Emulation. Die Zusammenarbeit mit der Universität ist für uns außerdem eine Möglichkeit, junge Talente zu erkennen, die sich uns zukünftig anschließen könnten“, sagt Prof. Olivier Vassart, CEO von ArcelorMittal Steligence®.

Zweite Verlängerung der Kooperation

Es handelt sich um die zweite Verlängerung der Kooperation zwischen ArcelorMittal und der Universität seit 2010. Das Fokussieren auf den Ansatz einer Kreislaufwirtschaft könnte neue Geschäftsmodelle für Stahlproduzenten und -verarbeiter schaffen, einschließlich der Vermietung der Bauteile an Bauunternehmen und deren Wiederverwendung nach Stilllegung der Gebäude.

„Wir sind sehr stolz, dass sich der weltgrößte Stahlkonzern für eine Verlängerung der erfolgreichen Zusammenarbeit, die 2010 begann, entschieden hat. Es zeugt von der hervorragenden Arbeit Christoph Odenbreits und seines Teams, die eine starke Brücke zwischen der Universität und der Wirtschaft geschlagen haben“, sagt Rektor Stéphane Pallage.

„Das Engagement von ArcelorMittal für die akademische Welt ist ein ständiger Bestandteil unserer sozialen Verantwortung als Unternehmen und somit die Annahme unserer wirtschaftlichen und sozialen Rolle in Luxemburg. Zusammen mit der Universität Luxemburg bündeln wir unsere Ressourcen, um Innovationen bei der Ausarbeitung von Stahllösungen für den Bau zu schaffen und die Grenzen der architektonischen Kühnheit zu erweitern“, so der Vorstandsvorsitzende Michel Wurth.

© Fotos: Sophie Margue/Universität Luxemburg