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Uni-Spin-off DataThings neuer Forschungspartner für Computervision

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Veröffentlicht am Donnerstag, den 30. Juli 2020

Das Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust (SnT) der Universität Luxemburg hat eine Partnerschaft mit DataThings geschlossen, um Forschung über intelligente Softwaresysteme für spezifische Herausforderungen der Industrie durchzuführen.

Im Rahmen des ersten Forschungsprojekts dieser Partnerschaft zwischen SnT und DataThings wird untersucht, wie die Computervision-Technologie so angepasst werden kann, dass sie die Qualitätskontrolle in industriellen Anwendungen unterstützt. Dies ist die logische Weiterentwicklung des Geschäftsfelds von DataThings. Das Unternehmen setzt derzeit künstliche Intelligenz und Technologie des maschinellen Lernens zur Verarbeitung numerischer Daten ein, um seinen Kunden operative Erkenntnisse und Effizienzsteigerungen zu ermöglichen. 

Das Herzstück der DataThings Softwaresysteme ist die Greycat-Technologie, Made in Luxembourg. Greycat ist Anbieter von maschinellen Lernwerkzeugen zur Verarbeitung von Live-Daten und zur Bereitstellung von Geschäftsanalysen und Vorhersagen. Die Kunden von DataThings setzen diese domänenspezifische künstliche Intelligenz zur Überwachung ihrer Infrastrukturen und Produktionssysteme ein. Dadurch können sie Probleme effektiver erkennen und Resultate schneller vorhersagen, sodass sie ihre Ressourcen reorganisieren können, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Mit der Erweiterung der Greycat-Technologie um Computervisions-Funktionen werden die Möglichkeiten der Greycat-Technologie, die derzeit auf numerischen Daten beruht, erweitert. Es gibt eine Vielzahl potenzieller Anwendungen für die visuelle Datenverarbeitung und Erkennungstechnologie, die zur Verbesserung industrieller Systeme eingesetzt werden können. In einem ersten Anwendungsfall geht es in dem Forschungsprojekt um die Frage, wie visuelle Daten zur automatischen Identifizierung von Fehlern in Produkten, die in einer Produktionslinie hergestellt werden, verwendet werden können, um Qualitätskontrollprozesse zu stärken. 

„Der Einsatz von Computervision-Technologien in der industriellen Fertigung zur automatischen Qualitätskontrolle ist notwendig, um den Anforderungen der modernen Fertigung oder der so genannten Industrie 4.0 gerecht zu werden. Dieses Kooperationsprojekt ist einzigartig, da es uns ermöglicht, die Forschungsarbeit im Kontext durchzuführen, wodurch wir Zugang zu proprietärem Domänenwissen und Daten erhalten, die wir sonst nicht hätten”, sagt SnT-Projektleiterin Prof. Djamila Aouada. „Forschungspartnerschaften mit Unternehmen sind wichtig, um die technologische Innovation voranzutreiben, und besonders wertvoll ist für uns, dass einer unserer eigenen Spin-offs auf diese Weise mit uns zusammenarbeitet.” 

DataThings wurde 2017 gegründet und ist ein Spin-off des Forschungszentrums. Mit dieser Partnerschaft wird zum ersten Mal ein Spin-off von SnT zu einem Partner. Die Gründung eines Partnerschaftsabkommens zwischen DataThings und SnT bekräftigt den Erfolg des Start-ups und des Technologietransferprogramms von SnT. SnT konzentriert sich darauf, innovative Technologieforschung aus dem Labor auf den Markt zu bringen, indem eine Spin-off-Kultur innerhalb des Forschungszentrums gefördert wird. 

„Seit der Gründung unseres Start-ups konnten wir aus erster Hand erfahren, wie Forschung zu Lösungen führen kann, die unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Diese Partnerschaft bedeutet für uns die Erschließung eines neuen Technologiezweiges, der es uns ermöglicht, Erfahrungen zu sammeln und einzigartige Lösungen für unsere Kunden zu finden”, sagt Grégory Nain, Mitbegründer und Betriebsleiter von DataThings. „SnT stellt eine einzigartige Familie von Innovatoren dar, und wir haben nie den Kontakt zu den Menschen verloren, mit denen wir während unserer Zeit dort geforscht haben, einschließlich Djamila. Es bedeutet unserem gesamten Team sehr viel, jetzt gewissermaßen als Partner ‚nach Hause’ zu kommen.” 

Über DataThings

DataThings ist ein 2017 gegründetes Spin-off-Unternehmen von SnT an der Universität Luxemburg. Es ist auf maschinelles Lernen und Softwareentwicklung spezialisiert. Das luxemburgische Unternehmen DataThings bietet spezielle Softwarelösungen in den Bereichen Datenanalyse, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz für ein breites Spektrum von Industriezweigen und öffentlichen Einrichtungen an, mit denen diese ihre täglichen betrieblichen Entscheidungen verbessern, die Qualität ihrer Produktion steigern und aufrechterhalten oder die umfangreichen und kontinuierlichen Datenströme, die ihnen zur Verfügung stehen, verarbeiten können, um Erkenntnisse und Werte zu gewinnen.

Kontakt: Grégory Nain, T. 20 60 03 15, E. contact@datathings.comdatathings.com

Über die Universität Luxemburg

Die Universität Luxemburg ist eine internationale Forschungsuniversität mit einem ausgeprägten mehrsprachigen und interdisziplinären Charakter. Die Universität wurde 2003 gegründet und zählt mehr als 6.700 Studierende und mehr als 2.000 Mitarbeitende aus der ganzen Welt. Die Fakultäten und interdisziplinären Zentren der Universität konzentrieren sich auf Forschung in den Bereichen Informatik und IKT-Sicherheit, Materialwissenschaften, europäisches und internationales Recht, Finanzen und Finanzinnovation, Bildung, digitale und zeitgenössische Geschichte. Darüber hinaus konzentriert sich die Universität auf interdisziplinäre Forschung in den Bereichen Datenmodellierung und Simulation sowie Gesundheit und Systembiomedizin. Times Higher Education platziert die Universität Luxemburg in der Kategorie "internationalen Ausrichtung" weltweit auf Platz 1, im Young University Ranking 2019 auf Platz 12 und unter den insgesamt Top 250 Universitäten weltweit.

Kontakt: Laura Bianchi, T. 46 66 44 9451, E. laura.bianchi@uni.lu 

Über SnT 

Das Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust (SnT) der Universität Luxemburg betreibt international wettbewerbsfähige Forschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Zusätzlich zu seiner langfristigen Forschung mit hohem Risikofaktor arbeitet das SnT über sein Partnerschaftsprogramm auf Nachfrage auch an gemeinsamen Projekten mit der Industrie und dem öffentlichen Sektor. Die daraus entstehenden Konzepte sind ein echter, dauerhafter Wettbewerbsvorteil für Unternehmen in Luxemburg und darüber hinaus.