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"Wir lernen Sprachen durch unsere Interaktionen".

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. März 2021

 

Am Samstag, den 27. März, wird der Internationale Tag der Mehrsprachigkeit gefeiert. Aufgrund der Globalisierung ist die Mehrsprachigkeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung zur gängigen Praxis geworden. Es ist ein charakteristisches Merkmal der Universität Luxemburg, mehrere Sprachen in ihren Lehr- und Lernaktivitäten zu verwenden; Mehrsprachigkeit spiegelt auch ihre Werte wider. "Anders als in anderen Ländern sind die meisten unserer Studiengänge zweisprachig, manchmal sogar dreisprachig, vor allem auf Bachelor-Ebene. In Zukunft wollen wir sicherstellen, dass die Studierenden das Beste aus dieser Möglichkeit machen und von den Vorteilen profitieren, die die Mehrsprachigkeit für ihre zukünftige Karriere bietet", sagt Catherine Leglu, Vizerektorin für akademische Angelegenheiten. In diesem Interview spricht sie über die Möglichkeiten, die das mehrsprachige Umfeld der Universität Luxemburg seinen Studierenden und Mitarbeitenden bietet.

Wirtschaft, Arbeitsleben und Bildung sind zunehmend global und mehrsprachig ausgerichtet, und die Bürger des 21. Jahrhunderts brauchen eine neue Bandbreite an Fähigkeiten und Kompetenzen. Welche Möglichkeiten schafft die Universität für ihre Studierenden und Mitarbeitenden in Bezug auf Mehrsprachigkeit - und ihr zukünftiges Arbeitsleben? 

Mehrsprachigkeit ist eine der einzigartigen Stärken dieser Universität und gleichzeitig eine unserer Herausforderungen. Gute Sprachkenntnisse sind ein Schlüsselelement im Lebenslauf eines jeden, der in Luxemburg auf den Arbeitsmarkt kommt. Sie sind auch wertvoll für die Entwicklung internationaler Beziehungen in den Bereichen Arbeit, Leben und Studium. Wir betrachten daher Mehrsprachigkeit als eine alltägliche Tatsache, aber auch als eine wichtige Lebenskompetenz, die gefördert und entwickelt werden sollte. Wir arbeiten daran, die Entwicklung von Sprachkenntnissen sowohl bei den Studierenden als auch bei den Mitarbeitenden zui stärken. Dies sind wichtige Faktoren für erfolgreiches Lernen, da die meisten unserer Studiengänge (Bachelor und Master) zweisprachig sind und das Beherrschen von mehr als einer der Unterrichtssprachen der Universität es auch den Dozenten ermöglicht, ihre Leidenschaft für ihr Fach zu vermitteln.

Welche Maßnahmen hat die Universität ergriffen, um Mehrsprachigkeit zu fördern?

Wir werden die Unterstützung für Mitarbeitende und Studierende weiter ausbauen, um die Sprachkenntnisse zu verbessern, die sie bereits haben oder die sie ausbauen möchten, sowohl für den Alltag als auch für akademische Zwecke. Dies beinhaltet die Bereitstellung von mehr Ressourcen sowie mehr Anreize; wir bieten bereits ECTS für transversale Skills, einschließlich des Sprachenlernens. Wir werden dafür sorgen, dass mehr Anreize geschaffen werden, um den Aufwand anzuerkennen, der in diese Lernaktivität gesteckt wird. Wir überprüfen derzeit auch die Sprachen, die wir in unseren verschiedenen Kommunikationsarten und offiziellen Dokumenten in der gesamten Universität verwenden sollten. Es ist auch wichtig, die Verwendung einer inklusiven Sprache zu fördern, um sicherzustellen, dass niemand ausgegrenzt wird.

Die Universität Luxemburg hat vor kurzem ihre neue Mehrsprachigkeitspolicy definiert. Wie wird sich die Umsetzung dieser Policy im Leben an der Universität, unter ihren Studierenden und Mitarbeitenden bemerkbar machen?

Wir wollen, dass das interne Leben der Universität die sprachliche und kulturelle Vielfalt Luxemburgs widerspiegelt. Wir alle können jeden Tag mehrere Sprachen auf dem Campus lernen, und zwar nicht nur im Klassenzimmer oder im Labor. Wir lernen durch unsere Interaktionen mit Postern, mit Konferenzen und mit kulturellen Veranstaltungen, aber auch im informellen Austausch in der Studierendenlounge, in Restaurants, auf Partys, sobald diese wieder möglich sind, und im Luxembourg Learning Centre. Darüber hinaus versuchen wir, die Sprachen mit der alltäglichen Erleben der Uni.lu-Studierenden zu verbinden.

Alle unsere Bachelor-Studierenden sind verpflichtet, mindestens ein Semester an einer Universität im Ausland zu verbringen, entweder im Rahmen des Erasmus+ Programms oder außerhalb Europas. Das Studium in einem anderen Land fördert interkulturelle Fähigkeiten, die für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung sehr wichtig sind; viele unserer Studierenden sind international und schätzen diese Erfahrung bereits. Wir werden diesen zentralen Aspekt der Uni.lu mit den mehrsprachigen Fähigkeiten, die durch Mobilität erworben werden können, verbinden.

Traurigerweise hat die Pandemie die wertvollen persönlichen Erfahrungen beeinträchtigt, die durch Reisen und durch persönliche Interaktionen entstehen. Wir glauben, dass die Rückkehr zum normalen Leben den Menschen wieder bewusst machen wird, wie wichtig der persönliche Austausch für unsere Kommunikation ist. Das wird ein wichtiger Anreiz sein, effektiv zu kommunizieren, und zwar in mehr als einer Sprache.